17. September 2019 - 4:01 / Ausstellung / Sonstige
28. September 2019 1. Dezember 2019

Giovanni Segantini (1858–1899) entwarf in seinen Gemälden das Bild eines Daseins in harmonischem Einklang mit der Natur. Gleichsam als malerischer Gegenentwurf zur Realität grossstädtischer Existenz war sein Werk in den Kunstmetropolen Paris, Wien und Berlin des späten 19. Jahrhunderts hoch geschätzt. Segantini zählt zu den Hauptvertretern des europäischen Symbolismus des Fin de Siècle.

Gleichzeitig gilt er durch seine herausragende Stellung im italienischen Divisionismo als wichtiger Erneuerer der Malerei. Seine einfachen ländlichen Figuren sind eingebettet in den ewigen Zyklus der Jahreszeiten, von Geburt, Sein und Tod. Segantini gelingt es, die minuziös erfasste Bündner Bergwelt in allegorische Bildvisionen von strahlender Leuchtkraft zu bannen.

Was an Inhalt und Form seines Werks für fünf international tätige Kunstschaffende heute noch oder wieder Bedeutung hat, ist das Thema der Ausstellung "La luce alpina", die sich auf zentrale Arbeiten Segantinis konzentriert, die ab 1887 in Savognin und Maloja entstanden.

Spezifische Beiträge von Dove Allouche (1972), Siegrun Appelt (1965), Philippe Rahm (1967), Patrick Rohner (1959) und Not Vital (*1948) machen die Wahrnehmung des Berges und des Naturerlebnisses aus dem Blickwinkel der Jetztzeit sichtbar und beleuchten damit die Aktualität von Segantinis Schaffen.

Die zentrale Werkgruppe der Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung wird erweitert durch Leihgaben aus dem Segantini Museum in St. Moritz und weitere Hauptwerke aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Die Ausstellung findet aus Anlass des 200-Jahr-Jubiläums der Firma Christian Fischbacher, St.Gallen, statt und ist eine Hommage an die Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung.

La luce alpina
28. September bis 1. Dezember 2019
Vernissage: 27. September 19, 18.30 Uhr

Kunstmuseum St. Gallen
Museumstrasse 32
CH - 9000 St.Gallen

T: 0041 (0)71 24206-71
F: 0041 (0)71 24206-72
E: info@kunstmuseumsg.ch
W: http://www.kunstmuseumsg.ch/

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  •  28. September 2019 1. Dezember 2019 /
Not Vital, Tschinch Muntognas, Piz Pisoc, Piz Lischana, Piz S.Jon, Piz Ajũz, Piz Schalabert, 2001, Courtesy fundaziun Not Vital
Not Vital, Tschinch Muntognas, Piz Pisoc, Piz Lischana, Piz S.Jon, Piz Ajũz, Piz Schalabert, 2001, Courtesy fundaziun Not Vital
Patrick Rohner, Nr. 142, 11.1.2016 – 30.8.2017, Courtesy der Künstler und Galerie Mark Müller, Zürich
Patrick Rohner, Nr. 142, 11.1.2016 – 30.8.2017, Courtesy der Künstler und Galerie Mark Müller, Zürich
Giovanni Segantini, Mezzogiorno sulle Alpi, 1891. Öl auf Leinwand, Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung
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Siegrun Appelt, Abstrakte Formulierungen, anlässlich Sehnsucht, Deutscher Pavillon, Architekturbiennale Venedig 2010, courtesy the artist
Siegrun Appelt, Abstrakte Formulierungen, anlässlich Sehnsucht, Deutscher Pavillon, Architekturbiennale Venedig 2010, courtesy the artist