Ein Jahr ist die Zeit, in der die Erde die Sonne umrundet. Es ist die Einheit, in der wir über das Alter sprechen oder das Vorübergehen der Zeit messen. Tehching Hsieh (\*1950) unterwarf sich ein Jahr lang der schwindelerregenden Disziplin, pünktlich zu jeder vollen Stunde die Zeitkarte einer Stechuhr zu stempeln und parallel ein Selbstporträt aufzunehmen.
Seit 75 Jahren prägen die Sujets der Wiener Festwochen das kulturelle Leben der Stadt. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das MAK mit der Ausstellung „Hype und Hochkultur. 75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten im MAK-Plakatforum rund 80 prägende Kampagnen aus der Sammlung der Wienbibliothek im Rathaus.
Die Miniaturen-Ausstellung „Momente der Zeit” im Kunst Museum Winterthur, Reinhart am Stadtgarten, widmet sich dem Vanitas-Gedanken im Porträt und zeigt, wie Kunst flüchtige Augenblicke in bleibende Erinnerung verwandelt.
Das Kunsthaus Zürich präsentiert die Dauerleihgabe der Stiftung Sammlung E. G. Bührle in einer klassischen Salonhängung und macht damit fast den gesamten Bestand neu erfahrbar.
Die Albertina in Wien widmet Richard Prince eine große Ausstellung, die Arbeiten von den 1970er-Jahren bis heute zeigt. Im Zentrum steht die Fotografie, Princes Leitmedium.
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den Spuren österreichischer Architekt:innen, die in dieser Zeit weltpolitischer Umbrüche, in der viele Staaten ihre Unabhängigkeit von Kolonialmächten erlangten und internationale Kooperationen vom Kalten Krieg geprägt waren, in afrikanischen und asiatischen Ländern tätig waren.
Die künstlerische Arbeit von Eva Werdenich-Maranda zerfällt in mehrere Subkategorien, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemeinsam zu haben scheinen: Da sind einmal Zeichnungen von phantastischen Landschaften, aus denen rätselhafte geometrische Figuren und zoomorphe Gestalten mit Insektenaugen wachsen wie geologische Formationen.
Zehn persönliche Geschichten machen den Zweiten Weltkrieg als weltumspannendes Ereignis begreifbar. Der Fotograf und Weltreisende hat historische Schicksale, die er fundiert recherchiert hat, zu literarisch verdichteten Biografien verarbeitet.
Im MAK Kunstblättersaal findet eine Personale statt, die der Pionierin der österreichischen Pressefotografie, Barbara Pflaum (1912–2002), gewidmet ist. Mit ihrem besonderen Beobachtungssinn und ihrem Gespür für Form zählte sie zu den Wegweiserinnen des österreichischen Fotojournalismus der 1950er Jahre und prägte über zwei Jahrzehnte das Bild der Wochenpresse.
Mit „Tiefer Schweb” nimmt der in Vorarlberg aufgewachsene und mit dem Vorarlberger Kulturpreis 2019 ausgezeichnete Künstler Drago Persic Bezug auf die tiefste Zone des Bodensees, jene Wasserschicht, in der die Dynamik der Oberfläche einer stillen, kühlen Ruhe gewichen ist.