Die freie Presse, überhaupt freie Medien, gelten als Inbegriff einer freien, offenen Gesellschaft. Allerdings sollen sie bei uns nicht so frei sein, dass sie "bestimmend" wirksam werden können. Bei uns soll eine "kontrollierte" Freiheit herrschen. Medien, die in aller Freiheit sich ihrer Freiheit enthalten und sich nicht einmischen.
Die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz ist die proto-typische "Mittelstadt". Ihre Mittelposition zwischen Industrie und Kultur, Wirtschaftsmetropole und Naturraum und den touristischen Hotspots Wien und Salzburg nutzend, hat die Stadt in der jüngeren Vergangenheit ein bemerkenswertes Talent zur Neuerfindung gezeigt.
Die Photographien von Daniel Schwartz (1955*) sind zur Reportagephotographie einzuordnen. Sie hinterfragen ökonomisch-soziale Hintergründe sowie politische Situationen. Dennoch bestechen sie durch einen hohen ästhetischen Wert. Schwartz hatte zahlreiche Einzelausstellungen wie zuletzt im Kunstmuseum Solothurn.
"Invisible Frontier" – dem Titel eines Bands einer mehrfach preisgekrönten belgischen Comic-Reihe entlehnt, wo in einer urbanen Gegenwelt die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt – ist "Programm" für zahlreiche Arbeiten des niederländischen Architekten und Fotografen Bas Princen und der in Belgrad geborenen und in Rotterdam und Basel lebenden Architektin Milica Topalovic.
Ein Spiel mit Wörtern und Bedeutungen, das das Wechselspiel mit Inszenierung und Realität in der Installation von Artists Anonymous im Magazin4 widerspiegelt. In-Frage-Stellen der Wahrnehmung, sinnliche Erfahrbarkeit des niemals objektiven, niemals "richtigen" Erfassens. In den einzelnen Sprachen gibt es eine große Zahl nuancierender Wörter für einzelne Farben.
"Mind the Gap" lautet die Warnung beim Ein- und Aussteigen in Londoner U-Bahnen. Die Aufmerksamkeit gilt der Kluft zwischen Zug und Bahnsteig, kann jedoch mehr bedeuten als nicht zu stolpern. Der Übergang umfasst unterschiedliche Orte, Tempi und soziale Konstellationen. Ständiger Wandel, abrupte Übergänge und radikale Umbrüche sind in der beschleunigten Gegenwart zum Alltag geworden.
Es war einmal das Märchen vom Blaubart. Der tötete alle seine Ehefrauen, weil sie seinem Verbot zuwiderhandelten, ein bestimmtes Zimmer zu betreten. Nur seiner letzten Frau gelang es, sich vor ihm zu retten. Am Ende war es der Frauenmörder selbst, der sterben musste.
New York, Oktober 1966: Neun spektakuläre Abende in der 69th Regiment Armory Hall verbinden Musik, Theater, Tanz, Film und Video und markieren die Geburtsstunde der interaktiven Performance. Erstmals begegneten sich dabei versierte Ingenieure und profilierte Kunstschaffende in einem kreativen Prozess.
Was passiert wenn Architekten mit Videokünstlern Territorien erforschen und Städtebauer mit Performancekünstlern hinter die Kulisse von Architektur schauen? Wenn Soziologen mit Fotografen Sozialräume belichten und Raumplaner im Theater eine Rolle spielen?
Die Fondation Beyeler widmet Fernand Léger (1881–1955) vom 1. Juni bis 7. September 2008 eine konzentrierte Retrospektive, die erstmals seit langem einen Überblick über seine wesentlichen Schaffensphasen ermöglicht. Léger gilt neben Henri Matisse und Georges Braque als der wohl bedeutendste französische Maler der Moderne.