12. November 2015 - 4:01 / Aktuell 

Zeichnungen, Druckgraphik, Photographien stellen bis heute das Substrat kunsthistorischer Forschung und Lehre dar. Der Vortrag am Donnerstag 12. November 2015 um 18.15 Uhr im Ausstellungsraum der Graphischen Sammlung fragt nach der visuellen Geschichte der Kunstwissenschaft, nach ihrer Konstituierung aus Sammlungen von Drucken, Handzeichnungen und Photographien.

Seit der Geburt der Kunstgeschichte spiegeln Zeichenalben, Recueils druckgraphischer Reproduktionen, Kupferstichkabinette und schliesslich Fototheken und Bilddatenbanken das jeweilige Selbstverständnis der Disziplin. Erst heute widmet sich die kunsthistorische Forschung vermehrt ihren eigenen historischen und aktuellen Praktiken des Visualisierens von Kunst. Das Herstellen, Sammeln, Ordnen, Zeigen und Publizieren von Reproduktionen und Graphiken ist ein Kuratieren der Forschung. Wie lässt sich diese ästhetische Basis der Kunstwissenschaft, die oft im Museen, Archiven und Kellern ruht, für das methodengeschichtliche Selbstverständnis des Faches fruchtbar machen?

Veranstaltet von der Graphischen Sammlung ETH Zürich
und dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich

Graphische Sammlung der ETH
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