Mit ihrem Debütcomic „Am liebsten mag ich Monster” hat die US-amerikanische Künstlerin Emil Ferris ein bemerkenswertes Werk geschaffen. Ihre unverkennbaren Kugelschreiberzeichnungen überzeugen durch ihre große Ausdruckskraft, während die vielschichtige Erzählung mit scharfer Gesellschaftskritik und eindringlichen Einblicken in die menschliche Psyche fesselt.
Comics haben sich längst als eigenständige künstlerische Sprache etabliert – weit über ihren Ursprung als Unterhaltungsmedium hinaus. In ihrer Sommerausstellung zeigt die Galerie Gugging, wie eng die Verbindung zwischen Comics und Art Brut ist: unmittelbar, individuell und von großer formaler Kraft.
2026 feiert das Karikaturmuseum Krems sein 25-jähriges Bestehen. Das einzige österreichische Museum für satirische Kunst widmet sich politischer Karikatur, humoristischen Zeichnungen, Cartoons und Comics von den Anfängen dieser Kunstgattung bis hin zu hochaktuellen Arbeiten.
Große Oper im (Festspiel)Haus, Massen anziehendes Spektakel auf dem See, beides hochkarätig. Diesmal fiel die Wahl auf Leoš Janáčeks originelle Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“. Auf den Mond und ins Prag des 15. Jahrhunderts führt die von Yuval Sharon fulminant inszenierte Reise in höchst fantasievollen Bildwelten von Jon Bausor.
Das Museum der Moderne Salzburg zeigt am Standort Altstadt (Rupertinum) das Frühwerk einer der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Die Ausstellung versammelt frühe Zeichnungen sowie Ausstellungsplakate von Georg Baselitz. Gemeinsam mit den künstlerischen Manifesten machen sie den jungen Baselitz der 1960er-Jahre greifbar.
Die chinesische Künstlerin Miao Ying präsentiert in ihrer ersten Personale in Europa eine ungewöhnliche Analogie zwischen künstlicher Intelligenz und der Tierwelt. Wie kaum eine technische Neuerung zuvor wird KI unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Miao Ying setzt dem kollektiven, ungläubigen Staunen eine bemerkenswerte künstlerische Leistung entgegen.
Monumentalität und intime Momente – dieses Spannungsverhältnis ist bei Verdis Opern Programm, vor allem bei „La traviata“, seiner meistgespielten. Zum 80-Jahre Jubiläum der Bregenzer Festspiele gelingt genau diese Gratwanderung in der Inszenierung von Damiano Michieletto und Paolo Fantins eindrucksvoller zerberstender Spiegelskulptur auf der Seebühne hervorragend.
Mohamed Bourouissa ist ein Porträtist unserer Zeit, ein Geschichtenerzähler und Erfinder. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen Menschen. Nicht jene, die ohnehin schon im Scheinwerferlicht von Medien, Politik, Kunst und Geschichte stehen, sondern Menschen „von nebenan“ mit Biografien, die von Ausgrenzung, Unsichtbarkeit, aber auch Widerstand erzählen.