Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Ein unfrommer Wunsch, ein schwacher Trost als Racheersatz für jene, die selber keine Grube graben können. Dies es dem "Herrn" überlassen, der behauptet, "die Rache ist mein". Das Menschenkonstrukt "Gott" als Oberloch, in das alles versinkt.
Von 1. Juni bis 21. September 08 zeigt das Museum Haus der Völker in Schwaz Exponate aus einer der interessantesten Privatsammlung Deutschlands, ergänzt durch weitere Leihgaben. Es wird keine Themenausstellung im herkömmlichen Sinne sein, sondern ein buntes Gemisch hochrangiger Kunstwerke aus vier Kontinenten.
Einem Defilee ähnlich präsentiert Tobias Rehberger rund 40 Werke in einer 70m langen Installation. Ungeachtet der Chronologie, stellt er Arbeiten aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens nebeneinander: Stühle, die an Designklassiker erinnern, Blumenvasenportraits und Prothesen auf Sockeln, japanisch anmutende Blumen aus Papier, Lampen aus Klettband, Objekte aus Plexiglas, Videoregale.
Wie beurteilen Sammler Kunstwerke? Welche Kriterien für Qualität sind für sie relevant? Wie präsentieren Sammler Kunst? Markus Michalke, Sammler amerikanischer Zeichnungen, hat aus den Beständen von Häusler Contemporary rund 40 Arbeiten von 13 Künstlern ausgewählt, die vom 3. Juli bis zum 20. September 08 in der Galerie präsentiert werden.
Im Gewölbekeller des Konstanzer Kulturzentrums am Münster wird am kommenden Freitag, den 5. September, um 19 Uhr eine Ausstellung des Vorarlberger Künstlers Arno Egger eröffnet. Unter dem Titel "Über das Unendliche, das Universum und die Welten" zeigt Egger vom 6. bis 14. September 08 Videoprojektionen und Monitorinstallationen.
Jitka Hanzlová, geb. 1958 in Náchod/Tschechische Republik, lebt und arbeitet als freie künstlerische Fotografin in Deutschland. Für das Projekt "Forest" (2000-2005) kehrte die Künstlerin über mehrere Jahre an den Ort ihrer Kindheit zurück und setzte sich fotografisch mit dem Wald auseinander.
Innsbruck trägt den Inn zwar im Namen, im Stadtleben spielt der Fluss jedoch kaum eine Rolle. "Ich will an den Inn" – ein Projekt der Innsbrucker Architektengruppe columbosnext (Walter Prenner) im Auftrag von aut. architektur und tirol – möchte diese latente "Beziehungslosigkeit" zumindest temporär ändern.
Drei Tage lang, vom 12. bis 14. September 08, wird im Parkhotel Hall vor eindrucksvoller Bergkulisse der Literatur Platz gemacht, werden bei freiem Eintritt Säle, Terrassen und Bars belesen. Eröffnet wird das Festival traditionell am Freitag um 14.00 Uhr mit der Lesung eines Tiroler Autors und in diesem Jahr mit Felix Mitterer.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt vom 14. Juni bis 14. September 2008 fast sechzig, überwiegend großformatige Zeichnungen von einem der bedeutendsten Bildhauer und Zeichner der Gegenwart. Seit den Ausstellungen in Maastricht 1990 (Bonnefantenmuseum) und in London 1992 (Serpentine Gallery) ist dies die erste umfassende Schau des zeichnerischen Œuvres von Richard Serra in Europa überhaupt.
Jennifer Allora (geb. 1974 in Philadelphia) und Guillermo Calzadilla (geb. 1971 in Havanna, Kuba) arbeiten seit 1995 zusammen. 2005 waren sie mit "Hope Hippo" auf der Biennale in Venedig vertreten: Auf einem aus dem Schlamm des Canal Grande gefertigten Nilpferd saß eine Person und las Zeitung.