Nach vier prägenden Jahren verabschiedet sich Direktorin Letizia Ragaglia Ende 2025, ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Christiane Meyer-Stoll die Direktion. Im Fokus des Ausstellungsprogramms 2026 stehen grundlegende gesellschaftliche Fragen, insbesondere solche, die sich mit Geschichte, Erinnerung und den Bedingungen unseres Handelns auseinandersetzen.
Mit Spannung aber auch vielen Vorurteilen wurde Nikolaus Habjans Fidelio Inszenierung an der Wiener Staatsoper erwartet. Seine obligatorischen Puppen setzt der Regisseur schlüssig und feinsinnig ausgearbeitet ein. Absehbar dagegen, dass der begnadete Dirigent Franz Welser-Möst Beethovens einzige Oper zum exzellenten musikalischen Ereignis macht.
Am 26. Januar 2026 ist das Kammerorchester Basel im Kulturhaus Dornbirn zu Gast. Die Gegenüberstellung von Cherubini, Méhul und Beethoven eröffnet einen vielschichtigen Blick auf eine Epoche, in der künstlerischer Anspruch, politisches Denken und persönliche Haltung untrennbar miteinander verbunden waren.
Einige von Cevdet Ereks ortsspezifischen Installationen und Klangumgebungen, die sich an der Schnittstelle von Sound, Skulptur und Architektur bewegen, drehen sich um die Idee der „Klangornamentik“. Mit dieser Begrifflichkeit bezieht sich der Künstler unter anderem auf Adolf Loos’ „Ornament und Verbrechen“ (1908).
Der 1975 in Bad Tölz geborene und heute in Zürich lebende Künstler Franz Wanner setzt sich im Zuge seiner künstlerischen Praxis seit Jahren unter anderem mit der menschenverachtenden Ausbeutung durch NS-Zwangsarbeit und den Nachwirkungen, die bis in die Gegenwart andauern, auseinander.
Vom unverzichtbaren Beitrag zur Familienökonomie bis hin zur Ausbeutung in Fabriken: Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich präsentiert die Geschichte der Kinderarbeit in der Schweiz und wirft einen Blick auf die aktuelle weltweite Diskussion zu diesem Thema.
Absurde Aktionen, schlichte Gesten, starke Wirkung: Július Koller erklärte den Alltag zur Kunst – und die Kunst zum Zeichen des Widerstands. Mit Witz und Ironie stellte der Künstler die Regeln des autoritären kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei infrage. Die Ausstellung „Július Koller.
Die Welt ist in Bewegung. Grenzen werden gezogen, verschoben und geschlossen. Menschen irren zwischen ihnen umher, gefangen im Dazwischen. In „Transit“, Anna Seghers’ beklemmendem Roman über Flucht und das Gefühl des Verlorenseins, spiegelt sich ihre eigene existenzielle Erfahrung wider: ein Schwebezustand zwischen Aufbruch und Ankunft, zwischen Stillstand und Zuversicht.