Grandiosen Slapstick mit Laurel and Hardy bot die Eröffnung mit Leo McCareys Kurzfilm "Liberty", einen blassen Eindruck hinterließ dagegen die sich daran anschließende Weltpremiere von Vianney Lebasques Komödie "Les beaux esprits".
Zum letzten Mal zeichnet beim heurigen Locarno Festival (1.-11.8. 2018) Carlo Chatrian als künstlerischer Leiter für das Programm verantwortlich, danach wird er an die Spree zur Berlinale wechseln. Zu erwarten ist sowohl auf der Piazza Grande als auch im Wettbewerb um den Goldenen Leoparden der gewohnte Mix. Die Retrospektive ist dem Amerikaner Leo McCarey gewidmet.
Nicht gekleckert, sondern geklotzt wird beim 75. Filmfestival von Venedig (29.8. – 8.9. 2018). Die USA ziehen mit stargespickten Produktionen zwar die Aufmerksamkeit auf sich, aber unter anderem mit Mike Leigh, Alfonso Cuarón, Yorgos Lanthimos oder Carlos Reygadas ist auch der internationale Autorenfilm stark vertreten.
Zum 21. Mal findet heuer die Diagonale in Graz statt. Vom 13. bis 18. März wird mit 167 Filmen, davon 47 Uraufführungen, wieder ein repräsentativer Querschnitt durch das aktuelle österreichische Filmschaffen geboten. Rahmenveranstaltungen fehlen ebenso wenig wie ein Schwerpunkt zu den Anfängen des Filmladen Filmverleihs, der heuer sein 40-jähriges Bestehen feiert.
Stark präsentierte sich bei den Solothurner Filmtagen vor allem das Schweizer Dokumentarfilmschaffen. Auffallend war dabei, dass die Regisseure vielfach ihre subjektive Perspektive ins Spiel brachten.
Überschattet werden die heurigen Solothurner Filmtage von der "No Billag"-Abstimmung am 4. März, aber noch präsentiert sich der Schweizer Film mit Dokumentarfilmen wie Anja Kofmels "Chris the Swiss" und Luc Schaedlers "A Long Way Home" sowie Christine Reponds Spielfilm "Vakuum" stark.
Mit rund 40 Filmen lädt das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (9.11. – 19.11. 2017) auch heuer wieder zu einer filmischen Weltreise ein. Keine Großproduktionen werden gezeigt, aber zahlreiche Werke von Newcomern, auf die man gespannt sein darf.
Ganz im Sinne des im Juli verstorbenen langjährigen Direktors Hans Hurch haben der interimistische Leiter Franz Schwartz und sein Team die heurige Viennale programmiert.
Die Schattenseiten der USA rückt die Viennale mit Josh und Ben Safdies furios inszeniertem, aber inhaltlich krudem Gangsterfilm "Good Time" sowie mit Sean Bakers starkem Sozialdrama "The Florida Project" ins Licht. Ein lakonisches Roadmovie legte dagegen Maryam Goormaghtigh mit "Avant la fin de l´éte" vor.
Wie gewohnt bietet auch die heurige Viennale (19.10. – 2.11. 2017) einen Ausschnitt aus dem weltweiten Filmschaffen des Jahres, erinnnert aber auch mit einem Schwerpunkt an den am 23. Juli völlig überraschend an einem Herzversagen verstorbenen Langzeitdirektor Hans Hurch.