Das neue Heft Nr. 46 der längst Kultstatus erlangten Reihe "Schundheft" des Dornbirner Verlages Unartproduktion ist eine außergewöhnliche Dokumentation einer außergewöhnlichen Reise mit und ohne Fotos und Bildern ohne Bilder.
In der von Sabine Benzer und Marie-Rose Rodewald-Cerha herausgegebenen Publikation "V#39", die den Titel "Ich will Berührung" trägt, setzen sich zwölf Vorarlberger Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit den kleinen und grösseren Berührungen des Alltags auseinander.
Autor Peter Natter machte sich auf die Suche nach merkwürdigen Orten und Brennpunkten. Es sind Ortschaften, alltägliche Plätze und unauffällige oder besondere Regionen. Das Auffinden philosophischer Orte ist zugleich leicht und schwer. Ihr Wesen erschließt sich am ehesten dem distanzierten Blick.
Ist ein Autor eigentlich verantwortlich für das, was er schreibt? Natürlich nicht! Bücher sind wie Kinder, die man ihrem Schicksal überlassen muss. Bücher müssen sich bewähren und Menschen irgendwann einmal Eigenverantwortung übernehmen. Doch halt: Seit wann tragen wir Verantwortung für das, was wir tun? Liegt die Verantwortung nicht immer bei den anderen?
Als erste Monografie mit deutschen Texten stellt die zweisprachige Publikation Shirley Jaffe – Form als Experiment Werk und Leben der amerikanischen Malerin vor. Konzentriert auf ihr Schaffen, führte sie ein enorm produktives und individualistisches Künstlerinnenleben.
Sie haben es schon wieder gemacht! Tone Fink gibt die Zeichnungen und Max Lang legt seine Gedichte dazu. Nach mono.tone und arche.tone ist sero.tone die dritte, äußerst inspirierende, assoziationsdichte Art Edition der beiden.
Hilde Isaaks Manuskript wie auch die Texte der anderen Autorinnen in diesem Buch belegen, dass durch das mutige Engagement und durch wiederholte Interventionen der niederländischen Philips-Mitarbeiter ein großer Teil der Zwangsarbeiter, der so genannten "Philipsgruppe", überlebt hat.
Tausende Menschen auf der Flucht aus dem deutschen Reich versuchten zwischen März 1938 und Mai 1945 über Vorarlberg die – rettende Schweiz zu erreichen: Jüdinnen und Juden, politische Gegner:innen der Nazis, Deserteure, Kriegsgefangene, Zwangs- und Fremdarbeiter:innen aus besetzten Ländern Europas.
Wer die aufsehenerregende Ausstellung von Anna Boghiguian – die wegen großem Publikumserfolg sogar verlängert wurde – erlebt hat, kann sich nur freuen, dass mit dem umfangreichen Buch nun eine Möglichkeit gegeben ist, diese künstlerische Arbeit noch einmal in Ruhe nachzulesen, nachzuschauen, nachzuforschen.