10. April 2013 - 2:50 / Ausstellung / Fotografie 
18. Januar 2013 14. April 2013

Margaret Bourke-White (1904-1971) war in der männlich dominierten Welt der Fotografen Amerikas ein Medienstar. Ihr Portrait in Fliegermontur während eines Bombereinsatzes, die Kamera lächelnd in der linken Hand, war ein beliebtes Motiv bei den Soldaten. Margaret Bourke-White musste für ihre Karriere stets kämpfen. Von verschlossenen Türen ließ sie sich nicht beeindrucken. Das Titelfoto der allerersten Life-Ausgabe vom November 1936 stammte von ihr, und der Einfachheit halber hatte sie auch gleich die Geschichte dazu geschrieben.

Die Ausstellung "Margaret Bourke-White. Moments in History" präsentiert das Werk der Fotografin mit 154 Aufnahmen, Briefen und Zeitschriften. Den Schwerpunkt bilden ihren Arbeiten, die in den 1930er und 40er-Jahren in der ehemaligen Sowjetunion, der ehemaligen Tschechoslowakei, Deutschland, England und Italien entstanden sind. Zudem werden die für Bourke-White charakteristischen Fotografien gezeigt, wie jene, die sie im Auftrag von Eastern Airlines und der Chrysler Corporation aufnahm.

Im Dokumentationsteil werden einige ihrer Wort-Bild-Strecken der Fotomagazine Fortune und Life zu sehen sein sowie Auszüge ihrer Briefwechsel mit Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, wie Winston Churchill und Georgia O’Keeffe. Ihre Bilder zeugen von ihrem „unstillbaren Wunsch dabei zu sein, wenn Geschichte geschrieben wird“, wie sie es selbst formulierte. Bourke-White wollte das "Auge der Zeit" sein. Für das Life-Magazin, damals eines der bekanntesten und ambitioniertesten Magazine für Fotojournalismus, bereiste sie die ganze Welt.

Ihre Karriere begann 1927 in Cleveland. Dort fotografierte sie die Stahlgießereien der Stadt. Sie reiste nach Russland als der erste Fünfjahresplan umgesetzt wurde, sie dokumentierte die Dürrekatastrophen 1934 in den USA, die deutsche Invasion in Russland im Jahr 1941 und das Bombardement der Alliierten auf Deutschland. Als Auftragsarbeit für die Zeitschrift Life hielt sie im Sommer 1945 die zerstörten deutschen Städte fest. Bourke-White war bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und des Zwangsarbeitslagers Leipzig-Mockau vor Ort. Ihr Foto "Die lebenden Toten von Buchenwald" ging um die ganze Welt.

Ihre Bilder zierten oft die Titelseiten der Magazine Fortune und Life, für die sie jahrelang arbeitete. Manchmal stand sie selbst in den Schlagzeilen, als etwa das Magazin Life am 22. Januar 1943 ihren Bericht über den Luftangriff auf den Flugplatz El Aouina in Tunis – den wichtigsten Luftwaffenstützpunkt der Deutschen für den Nachschub von Truppen aus Sizilien – unter dem Titel "Life’s Bourke-White goes Bombing" veröffentlichte. Ihre Bilder stehen für eine Epoche.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag La Fabrica, Madrid: Hardcover, 192 Seiten, 22 x 26 cm, ca. 150 Abbildungen, englisch ISBN 978-8-4153-0396-1. Museumsausgabe EUR 29.-

Margaret Bourke-White. Fotografien 1930 – 1945
18. Januar bis 14. April 2013

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Niederkirchnerstraße 7
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Russischer Arbeiter auf dem Generatorengehäuse des Dnjeprostroj- Wasserkraftwerks, Sowjetunion Saporischschja (heute Ukraine), ca. 1930. Silbergelatineabzug; Margaret Bourke-White / Masters by Getty Images. © Time & Life / Getty Images
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Margaret Bourke-White in Air Force Uniform mit Offizieren des 8. Air Force Bomber Kommandos vor einem B-17-Bomber, Südengland, September 1942. Silbergelatineabzug; Howard Greenberg Gallery, New York. © Time & Life / Getty Images
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US-Präsident Franklin D. Roosevelt (1882 ? 1945) mit seiner Frau Eleanor im Auto auf seinem Anwesen in Warm Springs, Georgia , 1. November 1938. Silbergelatineabzug; The Gary Davis Collection, New York. © Time & Life / Getty Images
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Porträt von Stalins Mutter, Ekaterina Dzhugashvili (1858 ? 1937), Tiflis,1931. Silbergelatineabzug; Syracuse University Library Collection, New York. © Time & Life / Getty Images