28. Juni 2014 - 2:33 / Ausstellung / Malerei 
23. Februar 2014 29. Juni 2014

Im Jahr 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Die Sonderausstellung "Seine Augen trinken alles – Max Ernst und die Zeit um den Ersten Weltkrieg" im Max Ernst Museum Brühl des LVR beleuchtet die künstlerische "Inkubationszeit" des 1891 in Brühl geborenen Ausnahmetalentes in den 1910er und 1920er Jahren. Mit den poetischen Worten "Seine Augen trinken alles was in den Sehkreis kommt" charakterisierte Max Ernst im Rückblick die vielfältigen Eindrücke, die er während seines Studiums an der Bonner Universität gesammelt hatte.

Es werden Kunstwerke und Objekte präsentiert, die ihn beeindruckten und die er kritisch rezipierte. In der von Achim Sommer und Jürgen Pech unter Mitwirkung von Ljiljana Radlović kuratierten Ausstellung werden eigenen frühen Werken Beispiele seiner damaligen Favoriten wie Delaunay, Macke, Klee, Picasso oder Matisse gegenübergestellt. Werke der von ihm kritisierten Künstler aus den Beständen des ehemaligen Städtischen Museums Villa Obernier kontrastieren mit diesen avantgardistischen Positionen. Die konservativ geprägte Ausbildung am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn sowie seine Faszination für ozeanische und afrikanische Kultobjekte werden thematisiert. Ebenso werden seine Erfahrungen während des Ersten Weltkrieges anhand von Briefen dokumentiert.

Ein exemplarischer Ausblick auf seine Kunst nach 1918 zeigt seine Entwicklung hin zu neuen Formen und Inhalten. Somit erschließt die Ausstellung wichtige Wegmarken der künstlerischen Entwicklung von Max Ernst in einem bedeutungsvollen Kontext mit internationalen Leihgaben. Die Sonderausstellung ist Teil des Verbundprojekts "1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg" des LVR-Dezernates Kultur und Umwelt mit anderen Institutionen, das an den Beginn des Ersten Weltkrieges erinnert. Begleitend zur Ausstellung werden darüber hinaus Veranstaltungen (Dada-Abend, Konzert, Modesalon), Führungen, Workshops sowie ein Sonderprogramm für Schulen angeboten. Die Termine und Themen werden auf der Museumshomepage www.maxernstmuseum.lvr.de sowie im Veranstaltungsprogrammheft bekannt gegeben.

"Seine Augen trinken alles"
Max Ernst und die Zeit um den Ersten Weltkrieg
23. Februar bis 29. Juni 2014

Max Ernst Museum
Max-Ernst-Allee 1
D - 50321 Brühl

T: 0049 (0)2232 5793 116
F: 0049 (0)2234 9921 300
E: info@maxernstmuseum.de
W: http://www.maxernstmuseum.de/

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