Hoffnung - Nachwuchskunstpreis in der Johanniterkirche in Feldkirch

Viele Krisen beschäftigen und beunruhigen uns derzeit. Was kann uns Kraft geben? Es ist die Hoffnung: Der Glaube daran, dass alles gut wird. „Hoffnung“ ist deshalb auch das Thema des Feldkircher Nachwuchskunstpreises „Junge Vilde 2023“. Alle drei Preisträger sind Teams des BORG Götzis. Das Siegerprojekt „Hoffnung – 1000 Kraniche“ wird nun als Installation in der Johanniterkirche umgesetzt.

Dieser Wettbewerb für die Oberstufen der Vorarlberger Schulen wird zum vierten Mal von der Johanniterkirche Feldkirch gemeinsam mit der Stadt Feldkirch und der Sparkasse Feldkirch ausgeschrieben. Unterstützt wird der Nachwuchskunstpreis vom Bildungsnetzwerk Double Check. Die Ausstellung ist von 18. November bis 22. Dezember 2023 zu sehen. Bei der Eröffnung werden auch die beiden Anerkennungspreise überreicht. Pädagogisch betreut werden die Preisträger von Christine Zettler.

Die Preisträger

Siegerprojekt: „1000 Kraniche“ – Alena Nigsch, Lisa Marie Zeiner

Künstlerisches Konzept: Ein Schwarm handgefalteter japanischer Kraniche ist im Kirchenschiff so angeordnet, dass die Form eines großen Kranichs sichtbar wird. Der Papierkranich ist ein japanisches Symbol der Hoffnung. Die Installation bezieht sich auf eine alte Sage aus Kanto: Wer 1000 Kraniche aus Papier faltet, wir von allen Leiden befreit, heißt es darin. Ein Mädchen, das an den Folgen des Atomangriffs auf Hiroshima litt, glaubte an die Macht der Kraniche und faltete tatsächlich 1000 Stück in nur einer Woche. Auch lange nach ihrem Tod, steht sie in Japan als nationales Symbol des Friedens und der Hoffnung in Form von Denkmälern, die alle eines gemeinsam haben: Das Mädchen hält einen gefalteten Kranich. Das Projekt des aufsteigenden Kranichs symbolisiert sowohl die Hoffnung auf Gesundheit und Wohlergehen als auch die Hoffnung auf Freiheit, da das Bild des Vogels in Weiß international als Symbol der Freiheit willkommen geheißen wird.

Anerkennungspreis: „Hoffnung und Träume“ – Riana Wehinger, Mathilda Pinter, Heidi Rath

Begründung der Jury: Diese von Leichtigkeit geprägte Installation einer Wolke aus Seifenblasen thematisiert Hoffnung treffend als flüchtiges Phänomen. Sie ermöglicht eine interaktive und körperbezogene Raumerfahrung. Auch die Lichtführung ist gut durchdacht.

Anerkennungspreis: „Licht am Ende des Tunnels“ – Tina Tomaszewska, Laetizia Geutze, Isabella Hafner

Begründung der Jury: Diese Installation geht geschickt mit der Architektur des Ortes um. Als schönes Bild der Hoffnung wird das Motiv der Taufe im Deckenfresko durch einen Lichtkegel mit den Besucherinnen im Kirchenraum verbunden.

Jury: Arno Egger (Kurator Johanniterkirche Feldkirch), Melanie Greußing (Geschäftsführerin Double Check, Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg), Veronika Fehle (Leitung Kommunikation Diözese Feldkirch) und Karin Guldenschuh (Autorin Johanniterkirche Feldkirch).

Junge Vilde 2023: Hoffnung
Nachwuchskunstpreis in der Johanniterkirche

Vernissage und Prämierung: Freitag, 17. November 2023, 20 Uhr.
Es sprechen Arno Egger, Kurator und Melanie Greußing, Geschäftsführerin Double Check, Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg

Dauer: 18. November bis 22. Dezember 2023

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10 – 12 Uhr und 15 – 18 Uhr
Samstag 10 bis 14 Uhr