21. September 2007 - 2:56 / Ausstellung / Installation 
4. August 2007 23. September 2007

Im Mittelpunkt der Arbeiten von Björn Dahlem stehen Kosmologien und kosmologische Modelle. Naturwissenschaft, Philosophie, Religion, Psychologie und Alchemie dienen ihm als Vehikel der Wahrnehmung und spirituelle Landschaft für seine Kunst. Die fernen und scheinbar ewigen Objekte des Weltalls treffen hier auf irdische Materie.

Mit zumeist einfachen Materialien wie Holz, Styropor, und verschiedenen Leuchtmitteln und Fundgegenständen schafft Dahlem Skulpturen, die er als "Seelenlandschaften" oder "mentale Habitate" bezeichnet. Seine Arbeiten haben den Charakter eines persönlich-alchemistischen Labors, in dem Natur und Vorstellung zu phantastischen Gebilden und waghalsigen Konstruktionen verschmelzen. In seiner Ausstellung "The Milky Way" zeigt Dahlem zwei neue Werke: Die raumgreifende Skulptur "Milchstrasse" und die ungleich intimere "Seinshütte (Grüne Aue)".

"Das Weltall ist der Ort, von dem wir kommen und der Ort, an den wir zurückkehren werden. Aus dem toten, abstrakten Material der dunklen Materie steigen wir heraus, um für einen Augenblick selbst hell aufzuscheinen vor dem Sein. Unser Bewusstsein bricht für kurze Zeit durch in das Ganze des Seienden. Das ist die Psyche, der Hauch des Seins, die Lichtung. Die Offenbarung des Seins liegt in der hellen Nacht der Angst, an der wir uns vergewissern, dass wir sind. Am Rand dieser Dunkelheit entlang, wie am Ereignishorizont eines schwarzen Lochs, erscheint das Seiende auf der Lichtung des Seins." (Björn Dahlem)


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Björn Dahlem - Helle Materie
4. August bis 23. September 2007
Eröffnung: Fr 3. August 07, 20 Uhr
Der Künstler ist zur Ausstellungseröffnung anwesend

Magazin4
Bergmannstraße 3
A - 6900 Bregenz

W: http://www.magazin4.at/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  4. August 2007 23. September 2007 /
836-83601schwarzesloch.jpg
Schwarzes Loch, 2005. Foto: Achim Kukulies; courtesy Engholm Engelhorn Galerie, Wien
836-83602deuteriumattenzione.jpg
Deuterium Attenzione (In Charme-Spähren), 2001-06. Foto: Laurent Montaron und Aurelien Froment, courtesy FRAC PACA, Marseille