19. Oktober 2007 - 4:31 / Literatur.
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Sie ist die berühmteste lateinamerikanische Dichterin unserer Zeit - Gioconda Belli. Die nicaraguanische Lyrikerin geniesst Weltruhm. Am Sonntag, den 21. Oktober 2007, liest sie um 20.00 Uhr in der Wirtschaftsschule Bezau. Begleitet wird sie von Viola Gabor, der "deutschen Stimme" der nicaraguanischen Dichterin. Organisiert wird die Veranstaltung vom Kulturverein Bahnhof.

Nachdem die feministische Dichterin Gioconda Belli sich in den 1970er Jahren der sandinistischen Befreiungsfront anschliesst und der Diktatur die Stirn bietet, muss Belli ins Exil gehen. Erst dort wird die Kämpferin des Wortes berühmt. Dabei beherrscht sie die Kunst der Lyrik perfekt: ihre starken Worte mischen sich gekonnt mit der Weichheit poetischer Rhythmen und werden zum Klangbild. Und die, die mit ihren ersten Gedichten im katholisch geprägten Nicaragua für Skandale sorgte, kehrt nach der Befreiung des Landes zurück und wird Kulturministerin. Inzwischen lebt Gioconda Belli in Los Angeles und Managua.

Eine beeindruckende Frau, die mit einem perfekten Pendant an ihrer Seite auftreten wird: Viola Gabor. Die "deutsche Stimme" der nicaraguanischen Dichterin schafft es wie keine Andere, das Klangbild der Belli"schen Poesie vom Spanischen perfekt ins Deutsche zu bringen. Da vermischen sich beider Stimmen im Wohlklang auf der Bühne und finden einen gemeinsamen Rhythmus. Da wird die Poesie lebendig, die Worte beginnen miteinander zu tanzen und es entsteht etwas Magisches.



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Die Superhelden von Nicaragua: Rubin Dario, Gioconda Belli und Ernesto Cardinal (gemalt vom Trash-Künstler Erin Currier)