9. Oktober 2008 - 3:51 / Ausstellung / Archiv 
23. Juli 2008 12. Oktober 2008

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jänner 1933 eröffnete eines der dunkelsten und für die Künste deprimierendsten Kapitel der Geschichte. Schnell kristallisierten sich die "Hauptfeinde" des NS-Regimes heraus: das Judentum und alle politisch Andersdenkenden. In der Malerei galt wegen seiner ungewöhnlichen Formensprache vor allem der Expressionismus als "entartet".

Die Sonderausstellung präsentiert rund 100 Werke von KünstlerInnen, die vom nationalsozialistischen Regime verfemt, verfolgt und unterdrückt wurden. Tragischerweise ist den meisten auch nach 1945 die so lange vorenthaltene Aufmerksamkeit nicht zuteil geworden. Denn das Interesse beschränkte sich auf jene Namen, die bereits vor der Diktatur Berühmtheit erlangt hatten. Eine ganze Generation von deutschen und österreichischen MalerInnen wurde dadurch zum zweiten Mal ins Abseits gedrängt.

Der deutsche Sammler Gerhard Schneider war einer der ersten, der auf dieses Versäumnis hingewiesen hat. Die im Hinblick auf das Gedenkjahr 2008 gezeigten Werke sollen die überwältigende künstlerische Fülle und Qualität vor Augen führen, die die Nationalsozialisten auszumerzen versuchten und die bis heute unbekannt geblieben sind.


Entdeckte Moderne 1910–1945
Bilder aus der Sammlung Gerhard Schneider
23. Juli bis 12. Oktober 2008

Salzburg Museum
Mozartplatz 1
A - 5010 Salzburg

W: http://www.salzburgmuseum.at/

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  •  23. Juli 2008 12. Oktober 2008 /
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Erich Fraaß, Nöthnitzer Grund, um 1930. Öl auf Leinwand, Sammlung Schneider
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Wilhelm Jansen-Joerde, Knabe am Tisch mit Stillleben, um 1927/28. Öl auf Leinwand, Sammlung Schneider
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Valentin Nagel, Frau mit Schleife im Haar, um 1930. Öl auf Leinwand, Sammlung Schneider