10. August 2007 - 2:19 / Ausstellung / Archiv 
1. Juni 2007 15. August 2007

Erstmals präsentiert Robert Hammerstiel im Wiener Künstlerhaus in einer umfassenden Werkschau den Zyklus der Hommagen. Parallel zu dieser Ausstellung wird erneut der Ringturm, die Zentrale der Wiener Städtischen Versicherung Vienna Insurance Group im Zentrum von Wien, für zehn Wochen nach Motiven der vier Lebensalter von Robert Hammerstiel zum »Turm des Lebens«.

Robert Hammerstiel huldigt im Zyklus der Hommagen der malerischen Poesie und den ästhetischen Leistungen von 99 Künstlerinnen und Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts, die ihn nachhaltig beeindruckt haben. Auslöser für diese Auseinandersetzung war Robert Hammerstiels Besinnung auf die Grundlagen seiner Arbeit nach der Genesung von einer schweren Krankheit.

Hammerstiel setzt sich mit der Persönlichkeit, der Bildsprache und dem Malduktus der MalerInnen auseinander, bleibt aber seinem charakteristischen Stil treu. Die formreduzierte, lebendige Farbigkeit Hammerstiels trifft auf die weiche, lichtgezeichnete Malerei Auguste Renoirs, die abstrakte Lebendigkeit Maurice Estèves oder die Pop-Art Ikone Andy Warhol. Das Zusammenspiel gegensätzlicher, die Interaktion sich ergänzender und das Nebeneinander, beinahe ineinander Übergehen verwandter Stile - wie bei der Hommage an Maurice Estève - macht die ästhetische Kraft des Hommagen-Zyklus aus.

Als Vermittler zwischen dargestelltem Werk und BetrachterInnen fungieren gesichtslose, einfarbige Figuren, die Robert Hammerstiel mit dem abgebildeten Werk interagieren lässt. Sie stehen mit den dargestellten Personen im Zwiegespräch, nehmen an der Handlung teil oder schlagen als stille BeobachterInnen die Brücke zwischen dem Augenblick des Betrachtens und der Welt des Bildes.

Zeitgleich zur Ausstellung im Künstlerhaus wird der Ringturm, die Zentrale der Vienna Insurance Group, nach Motiven der vier Lebensalter von Robert Hammerstiel zum »Turm des Lebens«, zu einem gigantischen malerischen Monument. Robert Hammerstiel schuf vier Sujets für die Stationen des Lebens: Die Kindheit, die Jugend, die Familie und das Alter.

Mit der Installation der über 4.000 Quadratmeter riesigen Netzfolie wurde Mitte Mai begonnen. Der Ringturm der Wiener Städtischen wird Stück für Stück auf vier Seiten mit 63 bzw. 36 Meter langen und rund 3 Meter breiten Netzbahnen (insgesamt 32 Stück) verdeckt.

Robert Hammerstiels 101 Hommagen im Künstlerhaus und die Präsentation im öffentlichen Raum - am Ringturm - der »Turm des Leben«, werden bis zum 15. August 2007 zu sehen sein.


Zur Ausstellung erscheint der Katalog: Robert Hammerstiel. Hommagen.
Wien 2007. ISBN: 3-900354-04-9

Robert Hammerstiel - Hommagen
1. Juni bis 15. August 2007

Künstlerhaus Wien
Karlsplatz 5
A - 1010 Wien

T: 0043 (0)1 587 96 63
F: 0043 (0)1 587 87 36
E: office@k-haus.at
W: http://www.k-haus.at/

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Hommage an Auguste Renoir (1841?1919), 2001; 80 x 100 cm, Öl auf Leinwand; © Helga Schneider
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Hommage an Édouard Vuillard (1868-1940), 1992; 80 x 100 cm, Öl auf Hartfaserplatte; © Helga Schneider
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Hommage an Ferdinand Hodler (1853-1918), 2003/04; 125 x 150 cm, Acryl auf Leinwand; © Helga Schneider
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Hommage an Juan Gris (1887?1927), 2003; 50 x 70 cm, Acryl auf Leinwand; © Helga Schneider
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Robert Hammerstiel vor "Hommage an Milton Avery"; © Herbert Aigner