15. April 2017 - 4:05 / Bernhard Sandbichler / Oktopus

Warum erinnern wir uns an Jacques-Yves Cousteau, Walt Disney, Thomas Edison oder Steve Jobs? Sie alle hatten geniale Ideen - Druckluftflasche, Micky Maus, Glühlampe, Apple-Tastatur - und ließen sie patentieren.

  1. Die Story: Im Anfang war die Neugier. Der Intelligente habituiert schnell, fadisiert sich, kreiert was Neues und lässt es patentieren.

  2. Die HeldInnen: Es ist seine Erfindung. Sie muss neu und erfinderisch sein, das heißt: zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht veröffentlicht und auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhend. Eine Erfindung liegt also nicht einfach so auf der Hand, sie muss über den State of the Art hinausweisen.

  3. Der Sound: Die Macher sollten ihre Neuigkeit vor Anmeldung nicht groß hinausposaunen. Wenn alles klappt, wird man später - so wie in diesem Buch - in knappen Patentbriefen über sie und ihre Erfindung informieren.

  4. Coole Bilder: Für diese Erfindungen sprechen Skizzen, die Zusammensetzung und Funktionsweise nachvollziehbar machen. Und um diese geht es hier: Die Originale atmen die Aura der Vergangenheit und man meint, bei der Enthüllung dabei zu sein - ein gelüftetes Geheimnis, wie prickelnd!

  5. Cooles Wort: Monopoly, das berühmte Brettspiel, das weltweit über eine Milliarde SpielerInnen zählt und das sein Erfinder, Charles Darrow, selbstverständlich patentieren ließ, verweist direkt auf das territorial und zeitlich begrenzte (maximal 20 Jahre) Ausschließungsrecht, das ErfinderInnen zugestanden wird.

  6. Zum Nachdenken: "Erfinden bedeutet weniger, eine neue Idee zu haben, vielmehr eine alte Idee aufzugeben." (Edwin Herbert Land)

  7. Der Autor: Niemand zeichnet hier namentlich. Den Anonymus freilich muss man loben: für die dezente, aber atmosphärisch wunderbare Gestaltung, für die inhaltliche Präzision und Bandbreite (Spiele & Spielzeug, Sport & Freizeit, Werkzeug & Gebrauchsgeräte, Wissenschaft & Technik,
    Alltagsgegenstände)!

  8. Das Buch: Patente Patente. Geniale Ideen, die unsere Welt veränderten. Aus dem Französischen von Regine Schmidt. München: Frederking & Thaler Verlag 2016, 144 Seiten, EUR 30,90



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