15. Januar 2015 - 2:39 / Architektur 
6. Dezember 2014 18. Januar 2015

Mit der Berufung von Ernst May als Stadtbaurat und von Martin Elsaesser als künstlerischem Leiter des Hochbauamtes wurde Frankfurt zwischen 1925 und 1930 eine Hochburg des "Neuen Bauens" der Avantgarde, auf die ganz Europa schaute. Im Mittelpunkt stand der Wohnungsbau unter sozialen Aspekten.

Auf zahlreichen Gebieten wurde damals Pionierarbeit geleistet, die weltweit beachtete Vorbilder avantgardistischer Architektur hervorbrachte: Typisierung familiengerechter Wohnungsgrundrisse, Entwurf der ersten Standardküche, industrielle Vorfertigung des Rohbaus, funktionales Mobiliar, integrierte Stadt- und Grünplanung. Binnen kurzem entstand ein Bauerbe der klassischen Moderne, das nur mit Berlin zu vergleichen ist.

Der Frankfurter Fotokünstler Matthias Matzak begann 2008 dieses mit der Kamera zu dokumentieren - es wurde daraus eine über tausend Aufnahmen umfassende Sammlung, aus der das DAM eine Auswahl zeigt. Matzaks betont subjektiver Blick auf den Baubestand geht weit über die reine Dokumentation hinaus: "Mein Ziel ist es, das Wesen der Architektur in meinen Bildern wiederzugeben, nicht sie nur abzubilden".

Publikation: "Das neue Frankfurt - fotografische Sammlung von Matthias Matzak", herausgegeben von Matthias Matzak, Martin-Elsaesser-Stiftung, Ernst-May-Gesellschaft; mit Texten von DW Dreysse, Konrad Elsässer, Christoph Mohr, Claudia Quiring u. a. 368 Seiten, ca. 230 farbige Abbildungen, Hardcover; für 39 Euro im Museum erhältlich.


Licht Luft Sonne
Das Neue Frankfurt, fotografiert von Matthias Matzak
6. Dezember 2014 bis 18. Januar 2015

Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
D - 60596 Frankfurt am Main

T: 0049 (0)69 212-38844
F: 0049 (0)69 212-37721
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W: http://www.dam-online.de/

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Großmarkthalle 1927-1928; Architekt: Martin Elsaesser. Foto: © Matthias Matzak
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Siedlung 'Am Lindenbaum' 1930; Architekt: Walter Gropius. Foto: © Matthias Matzak
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Siedlung 'Bornheimer Hang' 1926-1930; Planung: Ernst May, Herbert Boehm; Architektur: Ernst May, Carl-Hermann Rudloff, Adolf Assmann. Foto: © Matthias Matzak