6. September 2018 - 9:39 / Aktuell 

Unabhängig voneinander haben sich die beiden befreundeten Künstler Ursula Dorigo und Helmuth Helmhof dem gleichen Thema verschrieben: dem Stein in seiner äusseren und inneren Erscheinung. Sie assoziieren in ihren Werken aus der Sicht der Mineralogen weltbewegende Ereignisse, nämlich die Entstehung der Welt.

Ursula Dorigo bearbeitet die grafischen Strukturen aus Kalzit, die an der Oberfläche der Steine in vielfältigen Mustern sichtbar sind. Berg wird Stein, Stein wird Sand. Diese Metamorphose reflektiert Ursula Dorigo in vorwiegend pointillistischer Maltechnik. Diese kleinsten aneinander gesetzten Punkte erinnern an den Sternenhimmel. Sehen wir doch die Sterne als lauter winzige Pünktchen.

Helmuth Helmhof findet seine Motive und Inspirationen in den auf Steinen und in Steinen entstandenen Formen und Strukturen, die durch Dünnschliff-Mikroskopien von Steinquerschnitten sichtbar gemacht werden. Weiters arbeitet er seit einigen Jahren mit Fotografien aus dem Weltall, die er auf dem Computer zu seinen „digitalen Transformationen“ verwandelt. Eine handwerklich anspruchsvolle Umsetzung in Fine Art Prints auf Künstlerleinwand und Papier verleiht den fantasie- und spannungsvollen Pixelkompositionen einen hohen ästhetischen Reiz. Damit hat der bereits in den 70er Jahren als Zürcher Konkreter aufgefallene Künstler in seiner jüngsten Schaffensperiode abermals zu einer höchst eigenständigen Position und zeitgemässen Bildsprache gefunden.

Bemerkenswert ist darüber hinaus das Anliegen beider Künstler, Bilder des anderen persönlich zu bearbeiten und dabei zu einer verbindlichen Aussage zu gelangen.


Steinzeichen und Sternenstaub - Das kreative Universum
Ursula Dorigo, A | Helmuth Helmhof, CH
14. September bis 7. Oktober 2018
Eröffnung: Do 13. September 18, 19:00 Uhr

Kunst.Vorarlberg
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A - 6800 Feldkirch

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