Albertina erhält Schenkung von Georg Baselitz

Georg Baselitz, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler übergibt der Albertina mit 50 seiner Meisterzeichnungen von 1962 bis heute eine kapitale Schenkung.

Die Albertina beherbergt schon jetzt eine der beiden größten und wichtigsten Baselitz-Sammlungen der Welt. Der Künstler, der mittlerweile österreichischer Staatsbürger ist, traf eine Auswahl von – wie er selbst befand – den besten und wichtigsten 180 Zeichnungen und Aquarellen: aus diesen kann die Albertina ganze 50 für ihre Sammlung auswählen. Der in Sachsen geborene Künstler malt seit 1969 seine Bilder auf dem Kopf, was ihn und sein künstlerisches Schaffen bis heute unverkennbar macht.

"Nachdem uns Baselitz bereits vor einigen Jahren eine Auswahl von fünf Gemälden aus seinem eigenen Bestand übergeben hat, freue ich mich besonders über diese Erweiterung der Sammlung. Bereits in der Vergangenheit gelangten bedeutende Werke wie sein wohl schönstes und wichtigstes Selbstbildnis, das die Albertina Modern in ihrer nächsten Präsentation ab Ende April erstmals zeigen wird, in unser Haus. Ich freue mich, die Meisterwerke der jüngsten Schenkung in Zukunft einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, so Albertina Direktor Klaus Albrecht Schröder.

Die Albertina ist eines von weltweit zwei Museen, die der Künstler selbst für diese großzügige Stiftung ausgewählt hat: neben der Albertina erhält auch die Morgan Library in New York 50 Zeichnungen.

Im November wird es eine Kooperation zwischen Musikverein, Wien Modern und ALBERTINA geben: eine musikalische Überraschung zu den Werken von Georg Baselitz. Anlässlich des 85. Geburtstages von Georg Baselitz plant die Albertina eine große Zeichnungsretrospektive für 2023.