Malerei dominiert Kunst 08 in Zürich

15.11.2008

14.11.2008 bis 17.11.2008  

In allerlei Techniken gemalte Alltagsszenen, für die fotografische Abbildungen «Modell gesessen» sind, dominieren die diesjährige Kunst 08 in den schönen Industriehallen der ABB in Zürich-Oerlikon. Trotz Finanzkrise scheinen die Geldbörsen der Kunstsammler aber noch immer locker zu sitzen. Bereits im Rahmen der Preview für geladene Gäste am Donnerstag Abend jedenfalls gab es viele zufriedene Gesichter unter den Ausstellern.


Positiv überrascht gab sich zum Beispiel die österreichische Galerie Feurstein, die nicht nur mehrere Verkaufsabschlüsse unter Dach und Fach brachte, sondern darüber hinaus auch noch etliche Reservierungen vornehmen musste. Offiziell los ging es mit dieser mittlerweile etablierten Kunstmesse am Freitag Abend. Bis 17. November zeigen in den 8000 Quadratmeter grossen Fabrikshallen 75 Galerien aus zehn Ländern über 1000 Künstlerinnen und Künstler. Man trifft einerseits einen repräsentativen und anspruchsvollen Querschnitt der Schweizer Galerienszene, andererseits widerspiegelt die Kunst 08 mit dem internationalen Programm der Galerien ein globales Angebot zeitgenössischer Bildender Kunst. Neben Werken für mehrere hunderttausend Euro kann eine nachrückende Sammlergeneration auch preiswerte Arbeiten ganz junger Kunstschaffender erwerben.

Ein Drittel der Messe ist den Klassikern der Gegenwartskunst und der Moderne gewidmet. So trifft man auf bekannte Namen wie Georg Baselitz, Max Bill, Christo & Jeanne-Claude, Eduardo Chillida, Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Le Corbusier, Pablo Picasso, Gerhard Richter, Dieter Roth, Richard Serra, Andy Warhol, Tom Wesselmann u.v.a. Nach 2007 wurde am Donnerstag zum zweiten Mal auch ein Förderpreis vergeben, der mit CHF 10.000 dotiert ist. Er ging heuer an den Schweizer Kunstschaffenden Christian Andersen, der mit seinen Objekten eigenwillige Räume aufreisst. Andersen war einer von 12 Kunstschaffenden, die zu einer Solo-Show geladen wurden, aus denen dann der Sieger des ZKB-Kunstpreises ermittelt wird. Wie bereits letztes Jahr trifft werden diese «Auserwählten» jeweils von wichtigen Vertretern der jungen Galerienszene der Schweiz präsentiert.

Trotz dieses Schweizer Schwerpunkts kommen auch viele Galerien aus dem nahen Ausland in in die ABB Hallen. Die Mehrzahl aus Deutschland (25) und daneben Galerien mit Sitz in Frankreich, Italien, Österreich, Spanien und Asien.


Kunst 08 Zürich
14. bis 17. November 08
ABB-Hallen 550 (zwei ehemalige Fabrikhallen
hinter dem Bahnhof Zürich-Oerlikon)

Öffnungszeiten:
Samstag 14 bis 21 Uhr
So und Mo 12 bis 18 Uhr
Werkgespräche mit KünstlerInnen:
jeweils Sa und So, 15 Uhr

weiterführende Links:

http://www.kunstzuerich.ch

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