Fr, 09.10.2009 / Ausstellung / Fotografie
Sa, 30.05.2009 So, 11.10.2009
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Der Schweizer Gotthard Schuh (1897–1969) zählt zu den herausragenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er hat nicht nur den modernen Fotojournalismus mitgeprägt, sondern auch einen persönlichen Stil entwickelt, bei dem die Grenzen zwischen Innen- und Aussenwelt, zwischen Poesie und Wirklichkeit aufgehoben sind. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, dargestellt in einfühlsamen, bewegenden und sinnlichen Bildern.

Die Retrospektive der Fotostiftung Schweiz beruht auf einer umfassenden Neusichtung des Gotthard Schuh-Archivs und würdigt den subjektiven Ansatz, der seinen Bilderkosmos im Innersten zusammenhält – das, was er selbst als "eine Art Verliebtheit" bezeichnete. Neben der Präsentation der wichtigsten Reportagen liegt der Fokus auf der subtilen Erotik, aber ebenso auf der Melancholie und existenziellen Tristesse, die sein Werk seit den 1930er Jahren durchziehen. Die ausgestellten Fotografien – darunter zahlreiche Neuentdeckungen – zeigen den Wegbereiter einer fotografischen Sprache, die erst in den fünfziger Jahren mit Robert Frank ihren grossen Durchbruch erlebte.


Publikation: Gotthard Schuh – Eine Art Verliebtheit. Hrsg. Peter Pfrunder in Zusammenarbeit mit Gilles Mora. Mit Texten von Peter Pfrunder, Gilles Mora, Martin Gasser. 312 Seiten, 200 Abb. Steidl Verlag, Göttingen 2009.

Gotthard Schuh – Eine Art Verliebtheit
30. Mai bis 11. Oktober 2009

Fotostiftung Schweiz
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Grubenarbeiter; Winterslag, Belgien, 1937. © Fotostiftung Schweiz
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Cancan im Tabarin; Paris, 1936. © Fotostiftung Schweiz
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Nonnen vor Leonardos Abendmahl; Mailand, 1955. © Fotostiftung Schweiz
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Ein hoher Brahmane betet mit seinem Kind; Bali, 1938. © Fotostiftung Schweiz