30. April 2009 - 3:26 / Ausstellung / Archiv 
24. Januar 2009 3. Mai 2009

Die Zürcher Künstlerin Sandra Boeschenstein präsentiert im Aargauer Kunsthaus neue Zeichnungen und miniaturhafte Objekte. Teil der Ausstellung ist auch eine Installation mit Wandzeichnungen und Teilen eines Porträts, das die Filmerin Edith Jud über Sandra Boeschenstein realisiert hat.

Alltägliche Erfahrungen bilden den Ausgangspunkt der Werke von Sandra Boeschenstein (* 1967). Mit der Tuschfeder beschreibt sie das Sichtbare, das sie umgibt, ebenso wie ihre Gedanken- und Vorstellungswelt. In ihrer künstlerischen Arbeit lotet sie die Grenze zwischen Ich und Welt aus, und es finden sich zahlreiche Hinweise auf die Möglichkeiten, zwischen verschiedenen Bereichen der Realität zu wechseln: schauend, denkend und fühlend.

Sandra Boeschensteins Zeichnungen sind gekennzeichnet durch eine überaus präzise Beschreibung und detaillierte Schilderung seltsamer Situationen und Szenen. Vertraute Objekte wie Tisch, Bett, Schrank oder Brot sind in Räumen aufgereiht, in denen ungewohnte Gesetzmässigkeiten gelten und verschiedene Protagonisten in befremdliche Interaktionen eintreten. Mit ihren surrealen Bildwelten nimmt Sandra Boeschenstein im Kontext der zeitgenössischen Zeichnungskunst einen eigenständigen Platz ein.

Nebst Zeichnungen werden in der Ausstellung erstmals auch Arbeitsbücher der Künstlerin gezeigt, sowie miniaturhafte Objekte, in denen sie aus Radiergummis oder Karotten gebaute, überaus fragile Gebilde zeigt.

Im Rahmen der Ausstellung wird ein Film von Edith Jud über Sandra Boeschenstein präsentiert, den die Filmerin in einer behutsamen Annäherung an die Künstlerin realisiert hat. Die "Sechs filmischen Kapitel" bilden auch den Ausgangspunkt einer Installation, die die Filmerin und die Künstlerin gemeinsam für das Aargauer Kunsthaus geschaffen haben. Die filmische Arbeit von Edith Jud tritt in einen Dialog mit Wandzeichnungen von Sandra Boeschenstein.


Publikation: "Sandra Boeschenstein". Sechs filmische Kapitel von Edith Jud. DVD von Edith Jud, 126 Min., inkl. Booklet mit Texten von Edith Jud, Stephan Kunz, Sibylle Omlin, Sandra Boeschenstein. Deutsch/Englisch, Verlag Galerie & Edition Marlene Frei, Zürich, CHF 40.–.

Wie weit ist es hinter den Augen hell
24. Januar bis 3. Mai 2009

Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz
CH - 5001 Aarau

T: 0041 (0)62 83523-30
F: 0041 (0)62 83523-29
W: http://www.aargauerkunsthaus.ch/

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  •  24. Januar 2009 3. Mai 2009 /
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'Wie weit ist es hinter den Augen hell', 2008. Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm. Edition Marlene Frei, Zürich
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'Wie weit ist es hinter den Augen hell', 2008. Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm. Edition Marlene Frei, Zürich
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'Here are tow interim spaces with radio at the back of the head', 2007. Tusche / gestempelte Ölfarbe auf Papier, 59,4 x 42 cm. Courtesy Galerie & Edition Marlene Frei, Zürich
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'Thinking surrounded by bread, bread surrounded by night', 2007. Tusche auf Papier, 59,4 x 42 cm. Courtesy Galerie & Edition Marlene Frei, Zürich