Kolumne von Haimo L. Handl (von 2007 bis 2016)

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Fühlen & Glaubenwissen

verfasst von Haimo L. Handl / 4. Mai 2008 - 6:59 / Wort zum Sonntag
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Religiöse Glauben erstarken und das grundlose Vertrauen ins zu Glaubende nimmt wieder schlimme Formen an. Viele Glaubensformen zeigen offen ihren eigentlichen Suchtcharakter. Der Anteil der Süchtigen nimmt zu. Quasireligiöses Denken ersetzt vernünftiges, verhindert kritisches und steigert die Intoleranz.

Machen Kleider Leute?

verfasst von Haimo L. Handl / 27. April 2008 - 7:20 / Wort zum Sonntag
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In einer Pressemitteilung der Universität Bonn über ein europäisches Altertumsforschungsprojekt, lese ich eine Behauptung, die mich aufhorchen lässt, da sie einen Gegenwartsbezug herstellt: "Der so genannte "Kopftuchstreit" ist ein brisantes Beispiel für den untrennbaren Zusammenhang von Kleidung und Identität. E...

Spanner & Späher

verfasst von Haimo L. Handl / 20. April 2008 - 7:13 / Wort zum Sonntag
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Was früher in den mächtigsten Diktaturen, denen der Nazis und Stalinisten, noch umständlich ablief aufgrund des damaligen technologischen Entwicklungsstandards, was sogar in Utopien gegenüber der heute erreichten Realität nur annähernd visioniert worden war, greift nun auch, wie befürchtet, in den sogenannten Dem...

In Zungen reden

verfasst von Haimo L. Handl / 13. April 2008 - 7:43 / Wort zum Sonntag
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Kürzlich war ich bei einer speziellen Literaturveranstaltung in Wien. Es lasen Autorinnen und Autoren aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich. Alle nicht deutschsprachigen Texte waren extra für diese Veranstaltung übersetzt worden und wurden auf deutsch vorgelesen. So hatte man die Möglichkeit,...

Glück

verfasst von Haimo L. Handl / 6. April 2008 - 5:42 / Wort zum Sonntag
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Ich erhalte einen Kettenbrief mit chinesischen Weisheiten als Glücksbotschaft. Die Aussagen sind Wahrheiten, die in fast jeder Kultur gängig sind. Doch die "gute Botschaft" wird desavouiert durch eine peinliche Auflage, einer dringenden Aufforderung, die Botschaft mehreren Leuten weiterzureichen. Wer das nicht ma...

Zensur ist wieder eine achtenswerte Übung

verfasst von Haimo L. Handl / 30. März 2008 - 5:43 / Wort zum Sonntag
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In jüngster Zeit werden nicht nur verschiedene Rufe nach Zensur laut, sondern es wird auch zensuriert. In einigen Staaten offiziell staatlich, in einigen offiziell religiös oder "kirchlich", in einigen, wo es offiziell keine Zensur mehr gibt, inoffiziell oder vorauseilend, selbst. Selbstzensur ist Zensur, auch we...

Die Komplexlerkultur ist auch eine komplexe.

verfasst von Haimo L. Handl / 23. März 2008 - 7:19 / Wort zum Sonntag
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"Komplex" bedeutet eine Verbindung, Verknüpfung oder Zusammenfügung vieler verschiedener Teile zu einem Ganzen. Der positiv konnotierte Begriff wird aber auch negativ verwendet um eine psychische Erscheinung zu bezeichnen, die nicht mehr in der Lage ist, die vielfältigen verschiedenen Reize "normal" zu verarbeite...

Das Vergängliche als Einzigartiges

verfasst von Haimo L. Handl / 16. März 2008 - 6:10 / Wort zum Sonntag
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Viele lieben Blumen, weil sie rasch verwelken. Aber bis dahin sind sie eine Kostbarkeit. Manche mögen lieber langlebige Topfpflanzen oder gleich eine Abbildung, die im Rahmen für X Jahre das Bild gibt. Dauer versus Vergänglichkeit. Aber ein einmalig gutes Essen ist nicht vielmalig, sonst wäre es nicht einmalig. W...

Das Ungleichgewicht als Wiege des Lebens

verfasst von Haimo L. Handl / 9. März 2008 - 6:39 / Wort zum Sonntag
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Eine kurze Reflektion über Gleichgewicht und Ungleichgewicht, Entwicklung und Stillstand. In einem Bericht über die 46. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik in Schladming ist zu lesen, dass das Ungleichgewicht der Materie die Voraussetzung war zur Bildung des Universums und unseres Kos...

Literarische Formen und andere

verfasst von Haimo L. Handl / 2. März 2008 - 8:25 / Wort zum Sonntag
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Zuerst wirkt Äusseres ein. Formt. Der Individuationsprozess ist ein Bilden von Eigenem als Gegengewicht, als innere Form gegen das Äussere. Der Mensch ist nicht voraussetzungslos, ist nicht und schafft nicht aus dem Nichts. Immer ist schon etwas. Das Verhältnis des Äusseren, seines Einwirkens, und dem Inneren, de...

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