21. November 2020 - 12:57 / Ausstellung / Geschichte / Online 

Das Haus der Geschichte Österreich ist das erste zeitgeschichtliche Museum der Republik und organisatorisch an die Österreichische Nationalbibliothek angebunden. Angesiedelt am geschichtsträchtigen Heldenplatz in der Neuen Burg, bietet das hdgö in seinen Ausstellungen Einblicke in die wichtigsten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen des letzten Jahrhunderts bis ins Heute.

Das neue Zeitgeschichte-Museum der Republik hat sich seit 2018 sattelfest in der österreichischen Kulturlandschaft etabliert. Der starke Fokus auf moderne Vermittlung macht das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) zu einem zentralen Bildungsort für Demokratie.

Zum 2. Geburtstag schenkt das Haus, das organisatorisch an die Österreichische Nationalbibliothek angebunden ist, allen Geschichtsinteressierten den neuen Audiothemenrundgang "Ein Jahrhundert in Biografien", der frei auf www.hdgoe.at abrufbar ist. Parallel eröffnet eine Web-Ausstellung zur Pandemie des vorigen Jahrhunderts, der "Spanischen Grippe". Fünf Ausstellungen, eine im Sommer 2020 massiv erneuerte Hauptausstellung, 18 Webausstellungen, mehr als 149.450 BesucherInnen vor Ort und monatlich rund 13.000 Web-Visits: Das sind die Eckdaten von zwei Jahren hdgö. Im Ausnahme-Jahr 2020 hat das Haus die von Beginn an gleichberechtigte Web-Präsenz weiter gestärkt und sowohl online, als auch physisch im Museum Themen mit hoher Aktualität aufgegriffen. So sind Corona, Fridays for Future oder der Ibiza-Skandal bereits Teil der Ausstellung. Die hdgö-eigene Sammlung wächst und hält nun bei rund 3.400 Objekten.

Auf der hdgö-Webseite www.hdgoe.at finden Interessierte in einem eigenen Schwerpunkt weiterführende Informationen zu Demokratie und Verfassung in Österreich, darunter auch eigens aufbereitete Lehrmaterialien zum Download für den Unterricht.

Ein Audio-Themenweg zu 100 Jahren österreichischer Zeitgeschichte Die hdgö-Hauptausstellung "Neue Zeiten: Österreich seit 1918" kann man immer wieder aus neuen Perspektiven erleben. Zum zweiten Geburtstag hat das Vermittlungsteam des Museums einen ersten Audio-Themenweg ausgearbeitet: Der virtuelle Rundgang "Ein Jahrhundert in Biografien" macht Ereignisse und Entwicklungen der österreichischen Zeitgeschichte anhand der Lebensgeschichten von zwölf unterschiedlichen Menschen anschaulich. Er kann am Computer oder am Smartphone gelesen und angehört werden. Der Themenweg kann von zu Hause genauso genützt werden wie vor Ort. Im Museum funktioniert er als Audioguide.

Aktuelle Bezüge stellt auch die neueste Webausstellung des hdgö her, die online unter https://www.hdgoe.at/category/pandemie abrufbar ist. Vor rund hundert Jahren fand ein ähnlicher Lockdown wie heute statt: Im Oktober 1918 wurden Schließungen und Einschränkungen für das öffentliche und private Leben verordnet. Vergnügungslokale wurden ebenso wie Kirchen gesperrt, Lokale wurden in die Pflicht genommen, häufig zu lüften und gründlich zu reinigen. Damit sollte die Ausbreitung der Spanischen Grippe eingedämmt werden. Kurz nach den ersten Maßnahmen wurden auch die Theater gesperrt, Proteste der Kultur gegen die Schließungen folgten. Wie diese Pandemie begann, warum sie "Spanische Grippe" heißt und viele weitere wissenswerte Informationen, die Parallelen zur Gegenwart haben, erfahren Interessierte auf der hdgö-Webseite.

Haus der Geschichte
Josefsplatz 1
A - 1015 Wien

W: www.hdgoe.at

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Generaldirektorin der ÖNB Dr. Johanna Rachinger und Direktorin des hdgö Dr. Monika Sommer © hdgö / eSeL.at – Lorenz Seidler
Generaldirektorin der ÖNB Dr. Johanna Rachinger und Direktorin des hdgö Dr. Monika Sommer © hdgö / eSeL.at – Lorenz Seidler