Die auf Sizilien geborene und heute in Berlin lebende und arbeitende Medienkünstlerin Rosa Barba erhält den mit insgesamt 130.000 Schweizer Franken dotierten Zurich Art Prize. Die bereits zum 19. Male ausgelobte Auszeichnung wird jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergeben. Mit dem Preis ist auch eine Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv in Zürich verbunden.
Rosa Barba ist vor allem wegen ihrer raumgreifenden Installationen, die Film, Skulptur und Sprache miteinander verweben, bekannt. Im Rahmen ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit Fragen von Wahrnehmung, Zeitlichkeit und Erinnerung auseinander – oft ausgehend von konkreten Orten, deren politische und materielle Geschichte sie filmisch und installativ aufarbeitet. Projektoren, Lichtquellen und Filmrollen werden zu Elementen in immersiven Bild- und Klanglandschaften, wie zuletzt ihre Werkschau im Museum of Modern Art in New York veranschaulichte.
Die Jury würdigte insbesondere Barbas konzeptuelle Arbeitsweise und ihr Gespür für den jeweiligen Ausstellungsraum. Die Auszeichnung umfasst ein Produktionsbudget von 100.000 Franken für eine Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv in Zürich sowie eine Preissumme von 30.000 Franken.
Die Künstlerin studierte unter anderem an der Kunsthochschule für Medien Köln und war Artist in Residence an der Rijksakademie in Amsterdam sowie der Chinati Foundation in Marfa. Seit 2023 ist sie Professorin für Kunst in Raum und Zeit an der ETH Zürich. Ihre Werke wurden international gezeigt, so zum Beispiel im Centre Pompidou in Paris, in der Tate Modern in London sowie bei der Biennale von Venedig.
Zu den bisherigen Preisträgern des Zurich Art Prize zählen unter anderem Tino Sehgal, Leonor Antunes, Kapwani Kiwanga sowie zuletzt Artur Lescher.