Zeichnungen von Peter Adrian Larcher

Die MAP Kellergalerie in Schruns präsentiert einen Querschnitt der Zeichnungen des 1955 in Lauterach geborenen und im vergangenen Jahr in Innsbruck verstorbenen Peter Adrian Larcher.

Larcher war ein äußerst vielfältig engagierter Kulturschaffender: Er war promovierter Kunsthistoriker, Archäologe, Burgenforscher, Kunstbuchbinder und Sammler von allerlei Dingen. Was heute nur noch wenige wissen: Er war auch Künstler. So studierte er unter anderem im Jahr 1973 ein Jahr lang Malerei bei Max Weiler an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1981 fügte er unter dem Titel „Fundstücke Baugrube Festspielhaus” ein Sammelsurium von Zeitzeugnissen, die im Zuge des dreijährigen Baus des Festspielhauses (1977–80) entdeckt wurden, zu einem monumentalen, kuriosen Gesamtkunstwerk zusammen. Dieses wurde von der Stadt Bregenz damals sogar zum „Kunstwerk des Monats” gekürt. 2002 stellte Larcher, der auch Mitglied der Berufsvereinigung Bildender Künstler war, gemeinsam mit Elmar Mayer und Carmen Pfanner im Künstlerhaus Bregenz aus. Im Ländle und auch in Tirol gab es noch einige weitere Ausstellungen von ihm. Dennoch ist er in der hiesigen Kunstszene de facto unbekannt. Er scheint nicht einmal im biografischen Lexikon „Bildende Kunst in Vorarlberg 1945–2005” auf. Denn er war nicht geschäftstüchtig. Deshalb ist sein Werk nach Meinung seiner Tochter auf dem Kunstmarkt weitgehend unbeachtet geblieben. Das soll sich aber ändern, denn sie hat jetzt – erstmals – Ordnung in die Arbeiten ihres Vaters gebracht. In den nächsten Jahren sollen die Qualität, die Kreativität und der Witz in seinem Werk die entsprechende Wertschätzung erfahren.

Den Anfang macht nun die MAP Kellergalerie in Schruns, die in ihren Räumlichkeiten einen Querschnitt durch die Zeichnungen präsentiert, die durchweg skurril, schräg und voller Humor sind.
Als Larcher 2002 im Künstlerhaus Bregenz ausstellte, schrieb Ariane Grabher in einer Rezension in den „Vorarlberger Nachrichten”: „Vor allem mit humorvollen Porträts überrascht der aus Bregenz stammende Peter Adrian Larcher. Witziger als die gezeichneten Werke sind indes die dazugekritzelten, mehr oder weniger erhellenden Kommentare auf den Blättern, wo von ‚undarstellbaren Haartöpfen‘ und ‚Schweinsköpfen‘ die Rede ist. Tier und Mensch, Gebärden und Haltungen treffen in den expressiven Bildfolgen Larchers aufeinander, während sein übriges, breitgefächertes Werk insgesamt einen sehr heterogenen Eindruck hinterlässt.“
Anlässlich der Ausstellung in Schruns präsentiert die MAP Kellergalerie auch einen Katalog, in dem ausgewählte Werke von Peter Adrian Larcher dokumentiert sind.

Peter Adrian Larcher: Zeichnungen
21. November bis 21. Dezember 2025
Eröffnung: 20.11., 19:30 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag, 17–19 Uhr