In der Villa Falkenhorst in Thüringen zeigt das Künstlerinnenduo "Heller.Ulmer" in seiner Ausstellung sowohl das Vergängliche als auch das, was über einen längeren Zeitraum Bestand hat.
Einerseits sind Fotoarbeiten zu sehen, denn die Fotografie ist ein Versuch, den Moment festzuhalten. Zum anderen laden mehrere Objekte im Raum zur näheren Betrachtung ein.
Und wie so oft scheint bei Yvette Heller und Gabriele Ulmer der zweigesichtige Gott Janus mit im Spiel zu sein. In den Arbeiten des Duos können Gegensätze und scheinbare Widersprüche entdeckt werden. Ihre Kunst lebt vom Moment, vom Austausch, vom Mut zur Begegnung und von der Auseinandersetzung. Sie fordert uns auf, das Wahrgenommene zu hinterfragen. Zugehörigkeit wird nicht einfach vorausgesetzt, sondern verhandelt. Sie entsteht letztlich im Gehen, im Schauen und im Fragen.
Die Künstlerinnen gestalten Denkarchitekturen, in denen der Betrachter Teil des Werkes und somit Teil des Entstehungsprozesses der Kunst wird.
Das Duo „Heller.Ulmer” begann Ende der neunziger Jahre im Bereich der Konzeptkunst zusammenzuarbeiten. Die Arbeiten, die stets gemeinsam entstehen, waren bereits in zahlreichen Ausstellungen rund um den Erdball zu sehen. Den größten Teil der Werke bilden Wachsbildobjekte. Darüber hinaus entstehen gemeinsam Rauminstallationen, Papier- und Metallobjekte, Glas-, Textil- und Fotokunst.
Heller.Ulmer
„schamlos lange schon“
Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai 2026 jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie bei Veranstaltungen in der Villa Falkenhorst und jederzeit nach Vereinbarung geöffnet