Ishita Chakraborty (*1989) ist Trägerin des Manor Kunstpreises Aarau 2024. Dieser wird alle zwei Jahre zur Förderung junger Schweizer Kunst vergeben. Im Rahmen dieser Auszeichnung, die eine Einzelausstellung mit Publikation im Aargauer Kunsthaus in Aarau umfasst, erscheint ihre erste Monografie. Die reich bebilderte Publikation widmet sich ihrem künstlerischen Schaffen von 2017 bis heute. Auf ebenso kritische wie poetische Weise setzt sich die in Westbengalen aufgewachsene Künstlerin mit den Themen Ökologie, Migration und soziokulturelle Ungleichheit auseinander.
In drei Texten auf Deutsch, Englisch und Französisch wird die Arbeitsweise von Ishita Chakraborty aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Die französische Politikwissenschaftlerin, Historikerin und Aktivistin Françoise Vergès verortet Chakrabortys Werk im postkolonialen Diskurs. Der indische Dichter, Kunstkritiker und freischaffende Kurator Ranjit Hoskote beleuchtet die Rolle von Sprache und Text in ihrem Gesamtwerk. Anouchka Panchard, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Aargauer Kunsthaus und Kuratorin der Ausstellung „Manor Kunstpreis Aarau 2024”, erläutert wichtige Arbeiten der letzten acht Jahre und positioniert sie im Schweizer Kontext, in dem die Künstlerin seit 2017 lebt.
Dank zahlreicher Texte und begleitender Fotografien von Skizzenheften, Atelieransichten, Werken in Produktion sowie Ausstellungsansichten können wir in die Arbeitswelt der Künstlerin eintauchen. Zusätzlich zu zehn zentralen Werken Chakrabortys enthält die Publikation eine Auswahl ihrer Gedichte, die neben den installativen Arbeiten einen weiteren wichtigen Teil ihrer Praxis darstellen.
Whispers of the Unheard
Ishita Chakraborty
Text: Katharina Ammann, Ranjit Hoskote, Anouchka Panchard, Françoise Vergès
Gestaltung: Megi Zumstein
112 Seiten
19.5 × 27 cm
zahlreiche Abbildungen
4-farbig
Deutsch, Französisch, Englisch
ISBN 978-3-907262-71-9