21. März 2018 - 4:10 / Ausstellung 
14. April 2018 17. Juni 2018

In seiner forschungsbasierten und prozessorientierten Praxis beschäftigt sich Uriel Orlow (*1973 in Zürich, lebt und arbeitet in London und Lissabon) mit räumlichen Manifestationen von Erinnerung und blinden Flecken in der Darstellung von Geschichte. In der Kunst Halle Sankt Gallen präsentiert der Künstler sein fortlaufendes Forschungsprojekt "Theatrum Botanicum" (2015–2017). Die gross angelegte Werkreihe betrachtet die botanische Welt als Bühne für Politik.

Aus den Blickwinkeln von Südafrika und Europa zeigt das Projekt Pflanzen als Zeugen und Akteure in der Geschichte, als dynamische Agenten, die Natur und Menschen, ländliche und kosmopolitische Medizin, Tradition und Moderne verbinden – über verschiedene Geographien, Geschichten und Wissenssysteme hinweg. Videos, Soundarbeiten, Fotografien und Installationen beleuchten botanischen Nationalismus und andere Vermächtnisse des Kolonialismus, Pflanzenmigration und -invasion, Biopiraterie, Blumendiplomatie während der Apartheid, die Rolle der Klassifizierung und Benennung von Pflanzen, aber auch den von Mandela und seinen Mitinsassen in Gefangenschaft auf Robben Island gepflanzten Garten.


Uriel Orlow. Theatrum Botanicum
14. April bis 17. Juni 2018
Eröffnung: Fr 13. April 18, 18 Uhr

Kunst Halle St. Gallen
Davidstrasse 40
CH - 9000 St. Gallen

T: 0041 71 222 10 14
E: info@k9000.ch
W: http://www.k9000.ch

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  •  14. April 2018 17. Juni 2018 /
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Uriel Orlow: Imbizo Ka Mafavuke, 2017 (Videostill). Courtesy: der Künstler, La Veronica, Modica, und Mor Charpentier, Paris
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Uriel Orlow: Muthi, 2016-2017 (Videostill). Courtesy: der Künstler, La Veronica, Modica, und Mor Charpentier, Paris
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Uriel Orlow: Muthi, 2016-2017 (Videostill). Courtesy: der Künstler, La Veronica, Modica, und Mor Charpentier, Paris