19. Februar 2022 - 15:16 / Ausstellung / Gegenwartskunst 
4. Februar 2022 1. Mai 2022

Wie können wir andere Wege beschreiten, die uns guttun wie wir ihnen? Wie können wir handeln, ohne zu kategorisieren, vermessen und bewerten? Wie können wir Energiefelder in ihrer Pluralität genießen, statt sie in einem allwissenden Zentrum zu verorten, das über uns wacht und straft? Was, wenn wir mit Resonanzen arbeiten statt mit Zurichtung? Welche Frequenzen senden wir aus und welche empfangen wir? Was, wenn wir durchlässig werden für eine Logik der Göttinnen, die keine Gestalt haben, aber dennoch als diverse Kräfte wirken, die individuelle Eigenheiten fördern und im Hinblick auf das große Ganze integrieren? Was, wenn wir anerkennen, dass das Einzigartige immer integraler Teil des Allgemeinen ist und erst daraus resultiert? Was, wenn wir Freude schöpfen aus der Bewegung der anderen und des Anderen? Was, wenn wir verstehen, dass wir zum Anderen dazugehören so wie das Andere zu uns? Was, wenn die Nächsten alle und alles sind, das uns umgibt? Wollen wir das Göttinnen nennen? Und warum braucht es diese Haltung so dringend?

Um diesen Fragen nachzugehen, agiert die Ausstellung "Göttinnen" ungewöhnlich. Die Logik von Ganzheit, Teil, Anfang und Ende wird aufgebrochen. Aber diese Strategien sollten nicht mit den Göttinnen verwechselt werden, sie sind nur ein Spiel in einer Situation, in der wir spielen sollten, um Gelerntes zu unterbrechen. Ein kleiner erster Schritt, um unser gemütlich fälschliches Gleichgewicht kurzzeitig herauszufordern. Irgendwo müssen wir anfangen – warum nicht hier, bei uns und jetzt? Die Ausstellung wächst vor den Augen der Besucher:innen, die Arbeiten stehen für sich, ohne Erklärung.

Die Ausstellung entsteht prozessual. Die Arbeiten von Elisabeth von Samsonow, dem Karrabing Film Collective, Tejal Shah und Emeka Ogboh ziehen im Zwei-Wochen-Rhythmus nach und nach ins Taxispalais ein, dazwischen zeigt Ursula Beiler Performances.

Göttinnen
Kuratiert von Nina Tabassomi
4. Februar 2022 bis 1. Mai 2022

Taxispalais Kunsthalle Tirol
Maria-Theresien-Strasse 45
A - 6020 Innsbruck

W: https://www.taxispalais.art

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  •  4. Februar 2022 1. Mai 2022 /
Elisabeth von Samsonow, "'Erdseele' Die Herstellung eines Trigger Points", 2021, Tempera auf Leinwand, 140 x 120 cm, In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner
Elisabeth von Samsonow, "'Erdseele' Die Herstellung eines Trigger Points", 2021, Tempera auf Leinwand, 140 x 120 cm, In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner
Elisabeth von Samsonow, "Die Zugehörigkeit zum Sonnensystem", 2021, Tempera auf Leinwand, 140 x 120 cm, Polytheismus, 2022, 6 artisanale und industrielle Bodenvasen 60er-/70er-Jahre In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner
Elisabeth von Samsonow, "Die Zugehörigkeit zum Sonnensystem", 2021, Tempera auf Leinwand, 140 x 120 cm, Polytheismus, 2022, 6 artisanale und industrielle Bodenvasen 60er-/70er-Jahre In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner
Elisabeth von Samsonow, Polytheismus, 2022, 29 artisanale und industrielle Bodenvasen 60er-/70er-Jahre, In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner
Elisabeth von Samsonow, Polytheismus, 2022, 29 artisanale und industrielle Bodenvasen 60er-/70er-Jahre, In Auftrag gegeben von Taxispalais Kunsthalle Tirol für "Göttinnen" Courtesy die Künstlerin Foto: Andreas Leitner