22. Juli 2019 - 7:24 / Film 
24. Juli 2019 21. August 2019

Gegründet von Séamus Kealy, ist das Sunset Kino Österreichs einziges Sommer Outdoor Avantgarde Filmscreening Programm. Von 24. Juli bis 21. August beginnen die Screenings immer jeden Mittwoch nach Sonnenuntergang.

Inspiriert von Omer Fasts Sommerausstellung im Salzburger Kunstverein „Der Oylem iz a Goylem“ steht das heurige Programm unter dem Motto „Storytelling“. Die gezeigten Künstler_innenfilme beschäftigen sich mit Märchen, dem Magischen, dem Untoten und dem Realen. Die Kuratoren der Filme sind Eli Cortiñas, Köken Ergun, Omer Fast, Erika Hock und Cameron Jamie. Die Filmprogramme dauern zwischen 60 und 90 Minuten und werden von den jeweiligen Kurator_innen moderiert. Picknick-Tische und eine Bar sind vor Ort. Essen kann selbst mitgebracht oder im Café Cult erworben werden. Freier Eintritt.

Mi, 24. Juli 2019, 21 Uhr
Perform/Them
Kuratiert von Köken Ergun (TUR).
Brice Dellsperger, Body Double 16, 2003
Barbara Wagner & Benjamin de Bur, Terremento Santo (Holy Tremor), 2017
Clément Cogitore, Les Indes Galantes, 2017
Vishal Jugdeo, Vqueeram, 2016
Ming Wong, Lerne Deutsch mit Petra Von Kant, 2007

Diese fünf performativen Videoarbeiten befassen sich mit den Darstellungen von Unterschiedlichkeit in Geschlecht, Religion, sozialer Klasse und ethnischer Zugehörigkeit. Alle entstanden in einer Zeit des weltweit wachsenden Populismus und Nationalismus, von Frankreich bis Indien, von Deutschland bis Brasilien. Sie werfen Fragen auf, wie wir andere sehen und in der Gesellschaft darstellen.

Mi, 31. Juli 2019, 21 Uhr
Zombies, Insomniacs and Gary
Kuratiert von Omer Fast (DE/IL).
Loretta Fahrenholz, Ditch Plains, 2013
Gedreht in New York während und nach dem Hurrikan Sandy 2012, bewegt sich Ditch Plains zwischen düsterem Dokumentarfilm und einem post-apokalyptischen Portrait der Zombies und Freaks, die diese Qual überlebt haben.

Mika Rottenberg, Bowls Balls Souls Holes, 2014
Bowls Balls Souls Holes beginnt mit einer Episode von Schlaflosigkeit und gräbt sich tief in die Erde unter einen Spielsalon. Auf dem Weg dorthin zeigen uns hauptsächlich weibliche, mystische Charaktere ein kosmisches Mysterium.

Stan Douglas, I’m Not Gary (From Monodramas), 1991
Der kürzeste Film im Programm ist auch der pointierteste: Ein Weißer verwechselt einen Schwarzen mit jemand anderem. Sowohl komisch als auch tragisch, ist es ein alltägliches Ereignis. Nichts hat sich verändert. Was gibt es Neues?

Mi, 7. August 2019, 21 Uhr
Global Weirding
Kuratiert von Erika Hock (DE).
Oona Lea von Maydell, Devier (Rohfassung), 2019
Ani Schulze, Merchants Freely Enter, 2017
Ani Schulze, Fecund Soil, 2016
Die Filme Merchants Freely Enter (Ani Schulze) und Devier (Oona Lea von Maydell) zeigen zwei unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Fiktion. Ani Schulze untersucht mit ungewöhnlichen Kamerafahrten märchenhaft erscheinende Landschaften, die Protagonisten sind Wesen, deren Geschichte sich nie erschließt. Oona von Maydell bedient sich eher den Strukturen klassischen Erzählkinos mit charaktervollen Protagonisten, wobei auch autobiografische Elemente eingewoben werden.

Mi, 14. August 2019, 21 Uhr
Unreal Stories
Kuratiert von Cameron Jamie (US).
Martha Colburn, Evil of Dracula, 1997
Dieser fantastische handkolorierte Animationsfilm sorgt mit gefletschten Vampirzähnen für Warteschlangen bei der lokalen Blutbank. Mit einem heißblütigen Soundtrack des legendären lyrischen Liedermachers Jad Fair und dem musikalischen Monster Jason Willett.

Fischli und Weiss, The Point of Least Resistance, 1981
The Point of Least Resistance war der erste gemeinsame Film von Fischli und Weiss. Eine Rate und ein Bär sind in der Kunstwelt von Los Angeles unterwegs um Geld zu machen. Als sie eine Leiche in einer Galerie finden, nehmen sie sie mit, in der Hoffnung, dass die Leiche die Eingangstür in die Welt der Kultur und Finanzen wird.

Marnie Weber, Songs That Never Die, 2005
Der Film führte die Spirit Girls ein, eine fingierte weibliche Rockband, deren Mitglieder in den 1970ern auf tragische Weise ums Leben kamen. Ausgestattet mit weißen Masken, langen Perücken und viktorianischer Kleidung waren die Spirit Girls von den männlichen theatralischen Rockbands aus Webers Jugend inspiriert.

Mi, 21. August 2019, 21 Uhr
She Who Doesn’t Teeter on the Brink of Disaster
Kuratiert von Eli Cortiñas (ES).
Patty Chang, Melons, 1998
Martine Syms, Notes on Gesture, 2015
Lu Yang, Uterus Man, 2013
Heba Y. Amin, As Birds Flying, 2016
Agnieszka Polska, Ask the Siren, 2017
Ana Alenso, Tropical Curse, 2015
Pauline Curnier Jardin, Grotta Profunda, 2011
Das Programm She Who Doesn’t Teeter on the Brink of Disaster bringt eine Auswahl von
Künstlerinnenfilmen zusammen, die sieben weibliche Blickwinkel und Perspektiven zeigen. Sehnsüchte, Arten des Widerstandes, eine Bestandsaufnahme von Gesten, die dringliche Suche nach überschwänglichen Mysterien, kulturelle Riten, die Tote anrufen, tropische Wertvorstellungen an der Schnittstelle einer Ökonomie- und Ressourcenkrise, eine Reise durch die Tiefen des weiblichen Körpers und der Fall von lange vergangenen Utopien gehen Hand in Hand in diesem Programm, das eine neue Ordnung zwischen Bezeichnetem und Bezeichnendem herstellt.

Sunset Kino: Storytelling
24. Juli bis 21. August 2019

Salzburger Kunstverein
Hellbrunner Straße 3
A - 5020 Salzburg

T: 0043 (0) 662 842294-0
F: 0043 (0)662 840762
E: office@salzburger-kunstverein.at
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Koeken Ergun / Barbara Wagner
Koeken Ergun / Barbara Wagner
Ani Schulze,  Merchants Freely Enter , 2017, courtesy of the artist
Ani Schulze, Merchants Freely Enter , 2017, courtesy of the artist