19. Oktober 2021 - 6:26 / Aktuell / Köpfe / Oper 

Die 1946 in der heutigen slowakischen Hauptstadt Bratislava geborene Starsopranistin Edita Gruberova, über Jahrzehnte Koloraturkönigin der Opernwelt, ist am Montag im Alter von 74 Jahren in Zürich verstorben. Ihr offiziell für Oktober 2020 geplantes letztes Konzert in Florenz hatte die Sopranistin zuletzt absagen müssen.

Gruberova hatte über Jahrzehnte an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt gesungen und konnte sich unter anderem mit dem Ehrentitel der österreichischen Kammersängerin schmücken. Und dank eines steten Feilens an ihrer Gesangstechnik konnte die prima donna assoluta noch bis ins hohe Alter ihr Publikum begeistern, wobei nicht zuletzt Wien eine künstlerische Heimat wurde. Nach ihrem Debüt als Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" 1970 stand sie rund 700 Mal in verschiedenen Rollen und Galas auf der Bühne der Staatsoper, zuletzt bei einer Gruberova Gala 2018.

Gruberova studierte zunächst in Bratislava am Konservatorium, später bei Ruthilde Boesch in Wien. Und die österreichische Bundeshauptstadt mit ihrer Staatsoper war es schließlich auch, wo Gruberova kurz nach ihrer Emigration aus der Tschechoslowakei zum Weltstar aufstieg.

In kürzester Zeit wurde sie zu einer der gefragtesten Interpretinnen der Rollen der Zerbinetta, Konstanze, Donna Anna, Rosina, Gilda, Violetta oder Lucia, die sie an Bühnen wie der Mailänder Scala, London Covent Garden, Metropolitan Opera New York, Grand Opera Paris und an den Opernhäusern Berlin, München, Genf, Zürich, Florenz, Madrid und Barcelona interpretierte.



Edita Gruberova (© Teoretik/CC BY-SA 3.0)
Edita Gruberova (© Teoretik/CC BY-SA 3.0)