27. Januar 2019 - 4:04 / Aktuell 

Eine Filmvorführung des Spielboden Dornbirn in Zusammenarbeit mit dem

Jüdischen Museum Hohenems

Erfrischend unaufgeregt analysiert der Film die sogenannte ‚Flüchtlingskrise‘ am Fallbeispiel der italienisch-österreichischen Grenze am Brenner.

Grenzpass Brenner: Im Frühjahr 2016 werden seitens der Politik Maßnahmen ergriffen, um Österreich vor einem neuerlichen Flüchtlingsansturm zu schützen. Ein Zaun ist auch am Brenner im Gespräch und Grenzkontrollen zwischen Nord- und Südtirol sollen erstmals seit knapp zwanzig Jahren wieder eingeführt werden.

Seitens der Politik wird in Medienberichten Stimmung gemacht, sie gibt sich entschlossen. Die Exekutive vor Ort beschwichtigt. Und die BewohnerInnen finden sich hin- und hergerissen. Viele fürchten die "bauliche Maßnahme“ ebenso wie die vermeintlich drohende Überfremdung der Heimat Tirol.

Zwei Jahre lang hat Nikolaus Geyrhalter in seinem Dokumentarfilm die Region um den Brenner beobachtet und zeichnet ein Portrait einer Grenzregion, die nicht zur Ruhe kommen kann. Am Ende des Films liegt der Zaun immer noch zusammengerollt im Container, das neu errichtete Registrierzentrum ist nie in vollen Betrieb gegangen, und der befürchtete Flüchtlingsansturm ausgeblieben.

Dokumentarfilm, Österreich, 2018
Deutsche Originalversion (italienische Teile mit deutschen Unteriteln)
Regie: Nikolaus Geyrhalter

Mit: Winfried Happ, Andreas Vogelsberger, Wolfgang Bodner, Christoph Kirchmair

"Empathisch, aufregend, zutiefst menschlich: Nikolaus Geyrhalters neuer Dokumentarfilm erzählt die Geschichten vom geplanten Grenzzaun am Brenner. Ein politisches Zeitdokument." Kleine Zeitung

Großer Diagonale-Preis Dokumentarfilm: Bester österreichischer Dokumentarfilm, Diagonale, Festival des österreichischen Films, Graz (2018)

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