1. November 2019 - 18:23 / Aktuell 
5. November 2019

Benedetta war in den 1960ern ein gefragtes Model und in den 1970ern eine radikale Feministin. Mit 75 Jahren hat sie mit ihrem früheren Leben und ihrer Umwelt abgeschlossen und will verschwinden. Dass ihr Sohn nun einen Film über sie drehen will, löst zwischen den beiden eine unerwartete Zusammenarbeit und zugleich Konfrontationen vor der Kamera aus.

Unabhängig und selbstbestimmt.

In Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum Hittisau, im Rahmen der Ausstellung
„Sie meinen es politisch! 100 Jahre Frauenwahlrecht“

Vom 9. November 2019 bis 10. Mai 2020 widmet sich das Frauenmuseum Hittisau dem Frauenwahlrecht und dem langen Weg der Frauen zur politischen Partizipation. In Kooperation mit dem Spielboden zeigt das Frauenmuseum Hittisau Filme um starke, unabhängige, selbstbestimmte, sture Frauenfiguren.

Beniamino Barrese folgt mit seiner Kamera seiner Mutter, Benedetta Barzini, in den Alltag ihrer Post-Hippie-Welt und schafft so das berührende Portrait einer Frau, die der glamourösen Welt den Rücken gekehrt hat, um ihr Gesicht und ihren Körper den Blicken der Modewelt zu entziehen. „Das Verschwinden meiner Mutter“ ist ein Film über ein intensives und kraftvolles Mutter-Sohn-Verhältnis.

Benedetta war in den 1960ern ein gefragtes Model und in den 1970ern eine radikale Feministin. Mit 75 Jahren hat sie mit ihrem früheren Leben und ihrer Umwelt abgeschlossen und will verschwinden. Dass ihr Sohn nun einen Film über sie drehen will, löst zwischen den beiden eine unerwartete Zusammenarbeit und zugleich Konfrontationen vor der Kamera aus.

Mit 75 Jahren hat Benedetta mit ihrem früheren Leben und ihrer Umwelt abgeschlossen. Am liebsten hält sie sich in ihren eigenen vier Wänden auf und beschäftigt sich mit sich selbst. Was ein starker Gegensatz zu ihrem vorherigen Leben ist: In den 1960ern war Benedetta ein gefragtes Model. Künstler und Fotografen wie Warhol, Dali, Penn und Avedon erkoren sie zu ihrer Muse. Trotzdem oder gerade deswegen setzte sie sich für die Rechte der Frauen ein und sah sich selbst als Feministin. Von all dem weiß ihr Sohn Beniamino nur wenig. Nie erzählte sie von ihrer Karriere, nur durch Zufall stieß er auf Reliquien aus dieser Zeit. Seine Faszination für seine starke, unabhängige und sture Mutter befeuerte diese Entdeckung zusätzlich. Nur folgerichtig, dass er ebenfalls versucht, sie auf Film zu bannen – schon in seiner Jugend, als er seine ersten Schritte mit der Kamera machte, und später als ausgebildeter Kameramann. Überallhin folgt er Benedetta, ob sie arbeitet, schläft, kocht, isst. Doch seine Mutter widersetzt sich dem Blick der Linse so gut wie möglich. Auch der Film widerstrebt ihr offenkundig. Es entbrennt ein Kampf zwischen dem Wunsch des Sohnes, gewisse Erinnerungen für immer festzuhalten, und der Sehnsucht der Mutter, das eigene Lebensende ruhig und selbstbestimmt zu gestalten.

Das Verschwinden meiner Mutter
"Storia di B. La scomparsa di mia madre"
IT 2019 | 94 Minuten | OmU

Drehbuch: Beniamino Barrese
Regie: Beniamino Barrese
Musik: Aaron Cupples
Kamera: Beniamino Barrese
Di, 5. Nov 2019, ab 19.30 Uhr, Spielboden Dornbirn

Spielboden Dornbirn
Färbergasse 15
A - 6850 Dornbirn

T: 0043 (0)5572 21933
E: spielboden@spielboden.at
W: http://www.spielboden.at/

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