18. Mai 2020 - 8:49 / Ausstellung / Gegenwartskunst 
19. Juni 2020 9. August 2020

Die Sommerausstellung 2020 im Kunstforum Montafon nimmt sich dem Thema "Individualverkehr versus öffentlicher Verkehr" an, indem sie Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler vereint, die sich mit dieser aktuellen, allgemeinen Problematik auseinandersetzen.

Thematische Gruppenausstellungen haben im Kunstforum Montafon eine lange Tradition. Erinnert sei etwa an "Wintersport", "Vom Jagen und Sammeln", "Queer" oder zuletzt "Sommerfrische". 2020 reagiert Kurator Roland Haas mit der Sommerausstellung "individualverkehr(t)" auf ein aktuelles, viel diskutiertes und umstrittenes Thema.

Aufgrund des immensen Verkehrsaufkommens, besonders zur Winter-Hochsaison, aber auch aufgrund des zunehmenden Pendlerverkehrs wird von den Verantwortlichen ein visionärer Plan angedacht: die Bahnverlängerung bis nach Gaschurn – ein Jahrhundertprojekt, das nach einer Machbarkeitsstudie (von "Kairos Wirkungsforschung & Entwicklung" in Bregenz) in der modernen Tram-Train-Version an die 280 Millionen Euro kosten soll.

Siegrund Appelt, (geb. 1965 in Bludenz) zeigt großformatige Fotografien aus fahrenden Zügen.
Die Bildhauerin Cäcilia Brown (geb. 1983 in Frankreich, lebt und arbeitet in Wien), legt ihre künstlerische Praxis dokumentarisch an, Skulpturen erlauben ihr in der Auseinandersetzung mit Dimensionen, Oberflächen vielfältige Möglichkeiten der Ausformulierung von Assoziationen.
Der Maler, Zeichner, Konstrukteur, Video- und Installationskünstler. Clemens Fürtler (geb. 1966, in Mödling) baut eine Bildmaschine auf, eine kinetischen, bildgenerierende Skulptur aus Modellbauteilen für Eisen- und Autobahnen.
Rainer Ganahl (geb. 1961 in Bludenz, lebt und arbeitet in New York) zeigt neben einem frühen Fahrrad-Video ("Bicycling Damaskus", 2004) aktuelle Skizzen zum Thema.
Die Malerin Moni K Huber (geb. 1969 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wen), beschäftigt sich seit zwei Jahrzenten mit dem Thema des Auto- und Zugfahrens und deren Begleiterscheinungen.
Anna Meyer (geb. 1964 in Schaffhausen, lebt und abeitet in Wien) reagiert in ihren Malereien permanent auf brisante gesellschaftspolische Themen, so auch in ihrer aktuellen Arbeit "Train of Hope".
Walter Strobl (geb. 1968 in Insbruck) ist ein stiller, sensibler und kritischer Beobachter - ein Seismograph, der es versteht, mit klassischer Ölmalerei zeitlos und aktuell zugleich zu sein.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung stellt der berühmte, 17 Tonnen schwere Betonporsche von Gottfried Bechtold (geb. 1947, Bregenz) dar, der für die Dauer der Schau auf dem Kirchplatz in Schruns platziert wird: ein Kunstwerk, das – obwohl über 30 Jahre alt, an Aktualität nichts eingebüßt hat. Die Skulptur steht als Metapher für das Dilemma unseres Bedürfnisses nach grenzenloser Mobilität. Im Ausstellungsraum an der Litz wird Bechtold neben einem Beton-Modellporsche zwei ganz aktuelle Malereien zeigen. Konstanzer Göpfporsche feiert nächstes Jahr den 50. Geburtstag.

Individualverkehr(t)
19. Juni bis 9. August 2020
Dienstag bis Freitag und Sonntag 16 - 18 Uhr
Es gelten die aktuellen Hygieneauflagen
Siegrun Appelt, Gottfried Bechtold, Cäcilia Brown, Clemens Fürtler, Rainer Ganahl, Moni K Huber, Anna Meyer, Walter Strobl

Kunstforum Montafon
Kronengasse 6
A - 6780 Schruns

W: http://www.kfm.at/

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  •  19. Juni 2020 9. August 2020 /
Sigrun Appelt, Berlin 02 © Courtesy of the artist
Sigrun Appelt, Berlin 02 © Courtesy of the artist
Moni K Huber, Remise Sarajevo, Collage Guache auf Leinwand, 190x140 cdm, 2020 © Courtesy of the artist
Moni K Huber, Remise Sarajevo, Collage Guache auf Leinwand, 190x140 cdm, 2020 © Courtesy of the artist
Anna Meyer, Next Stop Clima Crisis © Courtesy of the artist
Anna Meyer, Next Stop Clima Crisis © Courtesy of the artist
Gottfried Bechtold, Betonporsche, Kirchplatz Schruns, Fotomontage von © Roland Haas
Gottfried Bechtold, Betonporsche, Kirchplatz Schruns, Fotomontage von © Roland Haas