2. Mai 2008 - 2:01 / Musiktheater
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In der schönen, neuen Welt bleiben alle jung bis ins hohe Alter. Die Menschen werden gezüchtet und schon im Brutkasten je nach Bedarf für ihr Leben konditioniert. Ausser den Angehörigen der Alpha-Kaste haben alle eine vorbestimmte Aufgabe und so ist jeder glücklich, doch ohne tiefere Gefühle zu empfinden. Eine weise Weltregierung "beschützt" die Menschen vor sich selbst und jedes kritische Denken wird unterbunden.

Als ein hochrangiger Funktionär der Brutzentrale in ein Reservat von "Wilden" fliegt und von dort einen jungen Mann mitbringt, sorgt dieser für jede Menge Wirbel. Er wird zunächst zum Star der Society und der Medien, dann aber schnell zur Gefahr für die Weltordnung.

Vielleicht sind wir heute, über 70 Jahre nach dem Erscheinen des Romans, Huxleys schöner neuer Welt näher, als wir wahrhaben wollen. Die Musical-Adaption von Achim Gieseler und Volker Ludwig nutzt so auch die Ironie des Romans als zentrales Erzählelement, um von heute aus in die Zukunft zu blicken und die Träume von der Perfektionierung der Welt ad absurdum zu führen. Die Musik greift zeitgenössische Formen der Popmusik auf.

Volker Ludwig ist Gründer und Leiter des Berliner Grips-Theaters für Kinder und Verfasser zahlreicher Theaterstücke und Musicals. Seine Stücke wurden in an die 40 Sprachen übersetzt und in ebenso vielen Ländern aufgeführt. Die 1986 uraufgeführte musikalische Revue "Linie 1" gilt bis heute als erfolgreichstes deutsches Musical.

Annette Raffalt ist Regisseurin und leitet das Jungen Schauspielhaus Zürich. Zuletzt hat sie das Kinderstück "Cinderella und der Kampf um die Zauberfrucht" auf der Pfauenbühne und das Jugendtheaterstück "Traum weisser Pferde" in der Halle 3 inszeniert.

Zum ersten Mal seit seiner Gründung führt das Junge Schauspielhaus ein Musical auf.


Schöne neue Welt von Volker Ludwig und Achim Gieseler
nach dem Roman von Aldous Huxley
Premiere: 18. April 2008, 19.30 Uhr
Schiffbau Halle 3

Weitere Termine:
19., 21., 24., 26., 28. April
1./2./5./8. Mai
jeweils 19.30 Uhr



  •  18. April 2008 8. Mai 2008 /
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© Leonard Zubler
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