15. Oktober 2020 - 10:25 / Ausstellung / Sammlung 
29. September 2020 28. März 2021

Hans Hofmann (1880–1966) ist einer der einflussreichsten Maler an der Schnittstelle zwischen Figuration und Abstraktion. Er gehört außerdem zu den wichtigsten Vermittlern von Fauvismus und Expressionismus in den USA.

Geographisch wie kulturell hat das Wirken des in Weißenburg in Franken geborenen Künstlers einen bemerkenswerten Radius: Von 1903 bis 1914 stand er in Paris in Austausch mit den Künstlern der Avantgarde, insbesondere Robert und Sonia Delaunay. Während des 1. Weltkriegs zur Rückkehr gezwungen, betrieb er von 1915 bis 1934 in München eine in der westlichen Welt zunehmend erfolgreiche Malschule, bis er schließlich ab 1930 seine künstlerische und pädagogische Tätigkeit in den USA fortsetzte. Als Vermittler zwischen den Kontinenten machte er dort eine ganze Künstlergeneration, darunter Jackson Pollock, Robert Motherwell, Lee Krasner und Helen Frankenthaler mit den Errungenschaften der Moderne von Wassily Kandinsky bis Henri Matisse vertraut. Hofmann hat mit dem von ihm definierten „push and pull of color“ die unmittelbaren Wirkweisen von Farbe und Form im Bild untersucht und mit seinen Experimenten, Beobachtungen und Definitionen einen wesentlichen Beitrag zur Herausbildung des amerikanischen Abstrakten Expressionismus geleistet.

Dank der großzügigen Förderung der Michael und Eleonore Stiftung und der fruchtbaren Kooperation mit dem Renate, Hans und Maria Hofmann Trust in New York konnten jüngst fünf Werke des Künstlers aus den Jahren von 1944 bis 1966 erworben werden. Die Auswahl macht deutlich, dass Hofmann ebenso systematisch wie erfrischend die widerstreitenden Kräfte von Methode und Zufall, historische Errungenschaften und experimentelle Erkundung des Unbekannten zu nutzen wusste.

In der Gegenüberstellung der fünf neu erworbenen Werke von Hans Hofmann mit einem Landschaftsbild des französischen Expressionisten Henri Manguin (1874–1949) und einer plastischen Wandarbeit des Amerikaners John Chamberlain (1927–2011) zeigt sich die Brücke, die Hofmann mit seiner Kunst und seinem Wirken von der Moderne bis hin zur Nachfolgegeneration gebaut hat.

Hans Hofmann. Neuerwerbungen 2020
29. September 2020 bis 28. März 2021
Kuratorin: Dr. Corinna Thierolf

Pinakothek der Moderne
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  •  29. September 2020 28. März 2021 /
Hans Hofmann, Untitled, ca. 1960-1965, Öl auf Platte/Oil on board 81.3 x 61 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020
Hans Hofmann, Untitled, ca. 1960-1965, Öl auf Platte/Oil on board 81.3 x 61 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020
Hans Hofmann The Wall, 1944, Öl auf Holz/Oil on wood 33.3 x 45.4 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020
Hans Hofmann The Wall, 1944, Öl auf Holz/Oil on wood 33.3 x 45.4 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020
Hans Hofmann, Untitled, ca. 1960-1965, Öl auf Platte/Oil on board, 81.3 x 61 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020
Hans Hofmann, Untitled, ca. 1960-1965, Öl auf Platte/Oil on board, 81.3 x 61 cm, Pinakothek der Moderne, München Seit/Since 2020 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München Foto/Photo: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020