Roswitha-Haftmann-Preis 2016 für Heimo Zobernig

27. November 2015
Bildteil

Der mit 150.000 Franken (rund 140.000 Euro) dotierte Roswitha-Haftmann-Preis 2016 geht an den österreichischen Künstler Heimo Zobernig. Die Preisverleihung findet am 12. Mai 2016 im Kunsthaus Zürich statt, wie die Roswitha-Haftmann-Stiftung mitteilte. Der Stiftungsrat habe beschlossen, Zoberning "für sein unbeirrtes, vielfältiges Schaffen und für sein stringentes Gesamtwerk auszuzeichnen", hiess es.

"Zobernig begreift Kunst als ein Kommunikationssystem, das über sich hinausweist und in die Lebenswirklichkeit der Betrachter eindringt", so die Jury über den Künstler, der heuer für den österreichischen Pavillon der 56. Biennale von Venedig verantwortlich ist, die am 22. November ihre Tore schliesst. Noch bis 10. Jänner 2016 läuft seine vor wenigen Tagen eröffnete Ausstellung im Kunsthaus Bregenz.

Der 1958 in Mauthen (Kärnten) geborene und in Wien lebende Künstler studierte 1977 bis 1980 an der Akademie der bildenden Künste Wien und 1980 bis 1983 an der Universität für angewandte Kunst Wien. Nach (Gast-)Professuren in Hamburg und Frankfurt ist er seit 2000 Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er arbeitet nicht nur mit Skulpturen, Film, Minimal Art, Konzeptkunst und Design, sondern auch architektonisch.
Höchstdotierte Auszeichnung für bildende Kunst

Der Roswitha-Haftmann-Preis ist Europas höchstdotierte Auszeichnung für bildende Kunst und geht auf die Initiative der Schweizer Galeristin Roswitha Haftmann (1924-1998) zurück. Der Preis wird durch eine gleichnamige Stiftung vergeben und nun bereits zum 16. Mal verliehen.