Käte Steinitz (1889–1975), Künstlerin, Autorin und Kunstwissenschaftlerin, wird im Sprengel Museum Hannover mit einer umfassenden Retrospektive gewürdigt.
Unter dem Titel „Käte Steinitz. Von Hannover nach Los Angeles“ werden bis zum 25. Januar 2026 rund 180 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt, darunter expressionistische Hinterglasbilder, Zeichnungen, Fotografien und Texte. Sie zeichnen den Lebensweg der Künstlerin sowie ihr Schaffen und Wirken nach.
Steinitz gehörte in den 1920er-Jahren zum engen Kreis der europäischen Avantgarde um Kurt Schwitters, Hannah Höch und El Lissitzky. Ihr Werk, das durch Exil und Marginalisierung lange Zeit in Vergessenheit geraten war, wird seit der Übernahme ihres Teilnachlasses mit über 2000 Arbeiten in das Sprengel Museum Hannover im Jahr 2018 wieder umfassend sichtbar.
Die Ausstellung präsentiert Käte Steinitz als aufmerksame Beobachterin der Menschen und ihrer Umwelt, als Chronistin ihrer Zeit und als Brückenbauerin zwischen den Künsten. Von frühen expressionistischen Arbeiten bis zu farbintensiven Zeichnungen aus dem amerikanischen Exil eröffnet die Retrospektive neue Perspektiven auf eine außergewöhnliche Künstlerin, die zeitlebens für Freiheit, Verständigung und die zeitgenössische Kunst eintrat.
Erstmals werden zahlreiche fotografische Arbeiten präsentiert, die bislang nur als Negative überliefert waren. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag eine Monografie. Sie ist das Ergebnis eines vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Forschungsprojekts. Zudem vergibt die Landeshauptstadt Hannover erstmals den „Käte-Steinitz-Preis für künstlerische Kollaboration“, der das vielseitige Schaffen der Künstlerin in die Gegenwart führt.
Käte Steinitz
Von Hannover nach Los Angeles
Bis 25. Januar 2026