24. Juni 2021 - 7:55 / Aktuell / Kunst / Auktionen 

Erstmals erzielte die Arbeit eines zeitgenössischen österreichischen Künstlers einen Auktionspreis jenseits der Millionengrenze: Maria Lassnigs "Wilde Tiere sind gefährdet" brachte bei der laufenden Auktionswoche im Wiener Dorotheum ein Ergebnis von 1,4 Mio. Euro ein. Dies ist gleichzeitig auch ein Weltrekordpreis für ein Werk der Künstlerin.

Das Doroetheum wertet das Sensationsergebnis als Ausdruck der Wertschätzung für die 2014 verstorbene Künstlerin, die 1988 als erste Frau den Großen Österreichischen Staatspreis für bildende Kunst erhielt und 2013 mit der Verleihung des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für ihr Lebenswerk geehrt wurde.

Das Bild, in dem sich Lassnig mit der ausgebeuteten Natur identifizierte, entstand 1980, am Wendepunkt ihrer künstlerischen Karriere in Wien, nach Jahren in Paris und New York. Der Schätzpreis für das drei mal zwei Meter große Gemälde lag bei bis zu 800.000 Euro.

Der Millionenzuschlag war der Höhepunkt der Auktion "Zeitgenössische Kunst I". Der zweite Teil der Auktion steht heute, Donnerstag, als reine Online-Auktion auf dem Programm.



Maria Lassnig: Wilde Tiere sind gefährdet, 1980  (© Dorotheum)
Maria Lassnig: Wilde Tiere sind gefährdet, 1980 (© Dorotheum)