Mo, 18.07.2011 / Ausstellung / Archiv 
Fr, 08.04.2011 So, 24.07.2011

"Radical Jewish Culture" war Anfang der 1990er Jahre eine avantgardistische jüdische Musikbewegung, die sich aus der New Yorker Underground-Szene entwickelte. Sie war nicht zuletzt durch die Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Massenvernichtung der europäischen Juden motiviert, die bislang von der Generation der Überlebenden und Immigranten erfolgreich verdrängt worden war.

In ihrer Musik verschmolzen freie Formen des Jazz mit Klezmer-Improvisationen, Experimentalmusik mit Rock, Blues und Punk. Musiker wie John Zorn, David Krakauer, Marc Ribot, Anthony Coleman und Frank London untersuchten leidenschaftlich die Möglichkeiten einer neuen jüdischen Musik und emanzipierten sich von einer Haltung, für die Anpassung und gesellschaftliche Unauffälligkeit kennzeichnend war. Sie spielten in Clubs und auf Festivals und gründeten eigene Musiklabels.

Die Ausstellung "Radical Jewish Culture" stellt diese Musikszene mit audiovisuellen Dokumenten, vielen Musikbeispielen und zum großen Teil unveröffentlichtem Material vor.

Eine Ausstellung des Musée d"art et d"histoire du Judaïsme, Paris.

Radical Jewish Culture
8. April bis 24. Juli 2011

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
D - 10969 Berlin

T: 0049 (0)30 25993-300
F: 0049 (0)30 25993-409
E: info@jmberlin.de
W: http://www.juedisches-museum-berlin.de/

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Anthony Coleman. © Yaël Bitton
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Don Byron plays the music of Mickey Katz, Plattencover 1993. © Leihgabe Musée d'art et d'histoire du Judaïsme
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John Zorn. © Scott Irvin, 2007