3. März 2020 - 17:21 / Aktuell / Architektur 

Der mit 100'000 Dollar (90'000 Euro) dotierte Pritzker-Architekturpreis geht in diesem Jahr an die beiden irischen Architektinnen Shelley McNamara und Yvonne Farrell. Die beiden seit den 1970ern tätigen Preisträgerinnen sind die ersten Iren, die mit dem "Nobelpreis der Architektur" gewürdigt werden. Zur Begründung hob die Jury auch ihren verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt hervor.

Die beiden Irinnen treten damit in die Fußstapfen von unter anderem Zaha Hadid, Rem Koolhaas oder Norman Foster.

McNamara und Farrell gründeten 1978 zusammen in Dublin das Büro "Grafton Architects", das noch heute besteht. In 40 Jahren Tätigkeit vollendeten die beiden ähnlich viele Projekte – vom Unicampus von Lima (Peru 2015) bis zum Bürogebäude für das Finanzministerium in Dublin (Irland 2009). Das vielleicht bekannteste Werk der beiden ist der Grafton-Bau der Universität Bocconi in Mailand. 2018 kuratierte das Duo die Architektur-Biennale in Venedig. Farrell wird am kommenden Freitag im Rahmen des am Donnerstag startenden Wiener Architekturfestival "Turn On" auch den Festvortrag unter dem Titel "Physics of Culture" halten.