Poulomi Basu - Wirklichkeit trifft Fantasie

In „Phantasmagoria“, so der Titel der Ausstellung im Fotomuseum Winterthur, verbindet die indische Künstlerin Fotografie, Film, Virtual Reality und Installation. Die Werke rücken Frauen aus dem Globalen Süden ins Zentrum, zeigen Wege der Selbstermächtigung auf und machen Ausgrenzung sowie geschlechtsspezifische Gewalt sichtbar.

Der Titel nimmt Bezug auf die Phantasmagorien des 18. Jahrhunderts, die ihr Publikum mit Projektionen und optischen Täuschungen in den Bann zogen. Auch Basu spielt mit dem Verhältnis von Imagination und Wirklichkeit: Sie entwirft spekulative Zukunftsvisionen, die die Gegenwart ihrer Protagonist:innen reflektieren und Möglichkeiten der Selbstermächtigung und des Widerstands aufzeigen. In ihrer transmedialen Praxis nutzt Basu das aktivistische Potenzial von Fotografie, Film, Virtual Reality und Installation, um auf Ausgrenzung, strukturelle Missstände und geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen.

Basus Arbeiten sind ein Aufruf zum Widerstand gegen patriarchale Strukturen, vorherrschende Machtverhältnisse und die systematische Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Wie ein roter Faden zieht sich die Resilienz der Protagonist:innen durch ihr Werk: Basu ermöglicht es ihnen, die Rolle ermächtigter Akteur:innen einzunehmen, ihre eigenen Stimmen zu erheben und ihre persönlichen Geschichten zu erzählen, wodurch sie die Wahrnehmung des Publikums herausfordern.

Die sechs in „Phantasmagoria” gezeigten Werkgruppen befassen sich mit Geschichten von Frauen aus dem Globalen Süden und mit der Frage, inwiefern der weibliche Körper als Schauplatz politischer und ideologischer Auseinandersetzungen aufgefasst werden kann.

Poulomi Basu wurde 1983 in Kolkata, Indien, geboren, ist dort aufgewachsen und lebt und arbeitet heute in London.

Poulomi Basu – Phantasmagoria
25. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026
Eröffnung: 24. Oktober 2025