20. Mai 2019 - 17:38 / Aktuell 
25. Mai 2019

Der Komponist und Geiger Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704) gehört zu den farbigsten Gestalten der Musikgeschichte. Er war ein Musiker, der vor Fantasie und mutigen Visionen überschäumte. Legendär ist sicher das Katzenmiauen in seiner Sonata representativa, aber auch die Rosenkranz-Sonaten sind monumentale Visionen: Für jede dieser Sonaten wird die Violine neu gestimmt, und zwar völlig neu. Diese Werke sind ein eigenwilliger, visionärer Kosmos von großer Ausdruckskraft. Biber war beseelt von der Idee, der Geige abzuringen, was ihr nur irgendwie an Möglichkeiten innewohnt. Und er tat das alles nicht um der Virtuosität willen, sondern um einen angemessenen Ausdruck für seine Themen zu finden. H. I. F. Biber lädt mit seiner Arbeit dazu ein, sich seine eigenen visionären Welten zu erschaffen, anstatt einfach nur vernünftig zu sein.

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704):
Pastorella
Sonata representativa
Allegro – Nachtigal – Cucu – Fresch – die Henn – der Hahn – die Wachtel – die Katz – Musquetir mars – Allemande
Kreuzigung aus: Suite in g-Moll
(anonyme Handschrift für Violine solo in scordatura, ca. 1685)
Battalia
Das liederliche Schwirmen der Musquetirer – Mars – die Schlacht, und Lamento – der verwundten, mit Arien – imitirt und Baccho dedicirt.
Passacaglia
Nachtwächter Ciaconna aus der Serenada à 5

Georg Muffat (1653–1704):
Passacaglia in g-Moll aus «Apparatus Musico-Organisticus»

Von Mysterien und Musketieren
Die wundersame Welt des H. I. F. Biber
Pforte im Frauenmuseum
Samstag, 25. Mai 2019 um 17.00 Uhr

Frauenmuseum Hittisau
Platz 501
A - 6952 Hittisau

W: http://www.frauenmuseum.at/

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