2. Juli 2020 - 10:59 / Ausstellung 

Auf siebeneinhalb Meter langen und ein Meter hohen Bannern proklamiert der Dornbirner Künstler Peter Wehinger am Hohenemser Schlossberg den Slogan "Ohne Kunst wärs schöner" und setzt damit ein provokatives Statement. Wehinger ist der mittlerweile siebte Kunstschaffende, der auf Einladung des Hohenemser Verkehrsvereins, der früher Verschönerungsverein hieß, über die Sommermonate die Ruinen der einst grössten Burganlage Mitteleuropas bespielt.

Wehinger beschäftigt sich im Rahmen dieser Installation einmal mehr, scheinbar selbstzerstörerisch, mit dem Thema Kunst. Die Anprangerung der Kunst ist zugleich die künstlerische Arbeit.

Wobei die Frage im Raum schwebt, ob es sich bei dieser Textinstallation um eine radikale Aussage zur Kunst und Menschheit oder um ein persönliches Statement über das Leben und das Arbeiten als Künstler zu verstehen ist. Soll es eine paradoxe Intervention sein oder die Gefälligkeit von Kunst thematisieren? Eine genaue Erklärung bleibt der Künstler allerdings schuldig, und so bleibt es bei der Behauptung "Ohne Kunst wärs schöner", deren Bedeutung jeder für sich selbst auslegen muss.

Nach Edgar Büchel, Hubert Lampert, Arno Egger, Marbod Fritsch, Uta Belina Waeger und Roland Adlassnigg findet in diesem Jahr bereits die siebte zeitgenössische Kunstinstallationin der Burgruine Alt-Ems auf dem Hohenembser Schlossberg statt. Die Installation auf/in der Burgruine Alt-Ems ist frei zugänglich und vom 2. Juli bis 11. Oktober 2020 zu bestaunen.

Künstler Peter Wehinger wurde 1971 in Dornbirn geboren und absolvierte sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, bei Gunter Damisch, Monika Bonvicini und Peter Kogler.



Alle Fotos: Karlheinz Pichler
Alle Fotos: Karlheinz Pichler