6. Juli 2019 - 17:12 / Aktuell 

Neue Zeichnungen, in denen sich der 1971 in Dornbirn geborene Künstler Peter Wehinger auf humorvoll-ironische Weise mit der Urangst des Menschen, dem Lebensende, beschäftigt, sind noch bis 26. Juli im Kollektiv Raum in Bregenz zu sehen.

Während der Mensch allgemein dazu tendiert, mit Anti-Ageing-Cremes und Beauty-Operationen gegen das Altern und Sterben anzukämpfen, sieht Künstler Wehinger genauer hin. Er bringt die Ängste des Homo sapiens schonungslos, aber auch augenzwinkernd zu Papier. Der Künstler zeigt Menschen, die von Wildschweinen aufgefressen werden, zeichnet sich selbst als Leiche oder fantasiert über eine neue Spezies. Seine Arbeiten oszilllieren zwischen heiterer Leichtigkeit und tiefgründiger Sinnsuche.

Wehinger setzt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit dem Thema des Älterwerdens, des Sterbens, des Verschwindens, dem Ende auseinander. Sein skuriller Blick mildert das Fatale, das Unvermeidliche, entschäft die keulenhafte Schwere des schicksalhaften Verschwindens, lässt das Sterben liebevoll mit dem Leben verschmelzen.

Peter Wehinger: Todesreigen
Kollektiv Raum, Bregenz
Bis 26. Juli
Do-Sa 10-13
www.kollektiv-raum.org



Peter Wehinger: Aus der Serie Todesreigen (Bild: zVg)
Peter Wehinger: Aus der Serie Todesreigen (Bild: zVg)