Das Bündner Kunstmuseum Chur zeigt bis zum 5. Juli eine multisensorische, begehbare Installation von Daniela Keiser. In ihren Arbeiten lotet Daniela Keiser seit Beginn ihres künstlerischen Schaffens unterschiedliche Darstellungsformate aus. Im Fokus steht dabei die Beziehung zwischen Bild, Sprache und Text. Ihre groß angelegten Installationen beziehen oft den ganzen Raum mit ein. Daniela Keisers Werke entstehen meist im Austausch mit Künstler:innen aus verschiedenen Kulturen und anderen Sparten wie Musik, Literatur und Architektur.
Für das Bündner Kunstmuseum hat sie eine multisensorische, begehbare Installation gestaltet. In großen Fotografien bezieht sie sich auf eine traditionelle indische Kunstform, bei der Muster vor Hauseingängen auf den Boden gezeichnet werden. In den Mustern sind Zeichen zu erkennen, deren Bedeutung jedoch verborgen bleibt.
Der gesamte Ausstellungsraum ist zudem bemalt und lädt zum Nachdenken, zu Gesprächen und zum Austausch ein. Dabei spielt die Gebärdensprache als fünfte Landessprache eine zentrale Rolle. Das Labor des Bündner Kunstmuseums wird so zu einem sozialen Raum, in dem verschiedene Kommunikationsformen verhandelt werden.
Die Konzept- und Installationskünstlerin Daniela Keiser (* 1963) ist im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Manor Kunstpreis (1998) und dem Schweizer Grand Prix Kunst/Prix Meret Oppenheim (2017). Sie ist als Dozentin in unterschiedlichen Hochschulkontexten tätig und konzipiert regelmäßig Publikationen sowie Ausstellungen.
Daniela Keiser. Oregano
Bis 05.07.2026