Im Museum Tinguely in Basel wird derzeit die Ausstellung "Scenes from the Invention of Democracy" gezeigt. Sie ist dem Schaffen des österreichischen Künstlers Oliver Ressler gewidmet, der seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus agiert.
Die vier präsentierten Videoarbeiten stellen politische, soziale und ökologische Fragestellungen in den Mittelpunkt. Ressler möchte mit seinen Werken nicht nur dazu anregen, bestehende Verhältnisse kritisch zu hinterfragen, sondern auch Handlungsoptionen aufzeigen, um diese zu verändern.
Ressler setzt sich in seinen Arbeiten intensiv mit Themen wie Demokratie, Arbeit, Migration und Ökologie auseinander. Diese Bereiche sind eng miteinander verwoben und wesentlich von den Auswirkungen der Globalisierung und des Kapitalismus betroffen. Sein kritischer Blick richtet sich auf politische Systeme, den Einfluss der Wirtschaft und den Umgang mit unserem Planeten im Kontext des Klimanotstands. Durch die Dokumentation von Aktionen des zivilen Ungehorsams und Protesten regt Ressler dazu an, über bestehende Machtstrukturen und Handlungsmöglichkeiten nachzudenken, um Veränderungen in Politik und Gesellschaft durchzusetzen.
Die Ausstellung umfasst vier Videoarbeiten, die Resslers künstlerische Praxis anschaulich präsentieren und so einen umfassenden Überblick über sein Schaffen geben. In Anbetracht der Klimakrise und des globalen Aufstiegs des Autoritarismus sind diese Werke von besonderer Dringlichkeit und hoher Aktualität.
Oliver Ressler (* 1970) lebt in Wien und arbeitet an Installationen, Projekten im öffentlichen Raum und Filmen zu Ökonomie, Demokratie, Klimakollaps, Formen des zivilen Ungehorsams und gesellschaftlichen Alternativen.
Oliver Ressler
Scenes from the Invention of Democracy
Bis zum 1. März 2026