1. Dezember 2021 - 20:45 / Aktuell / Preise / Köpfe 

Eli­sa­beth Nowak-Thal­ler ist promovierte Kunst­his­to­ri­ke­rin, Aus­stel­lungs­ku­ra­to­rin und ‑orga­ni­sa­to­rin. Bereits seit 35 Jah­ren ist die gebür­ti­ge Lin­ze­rin für das Lentos Kunst­mu­se­um und des­sen Vor­gän­ger­in­sti­tu­ti­on die Neue Gale­rie der Stadt Linz tätig. Aktu­ell darf sich die fach­kun­di­ge Wis­sen­schaft­le­rin über den ober­ös­ter­rei­chi­schen Lan­des­preis für Kul­tur in der Spar­te Kul­tur- und Geis­tes­wis­sen­schaft freu­en. ​"Die Aus­zeich­nung war eine gro­ße Über­ra­schung, ich wuss­te nicht ein­mal, dass ich nomi­niert bin. Aber eine der­ar­ti­ge hoch­ran­gi­ge Wür­di­gung der eige­nen Arbeit ist natür­lich etwas ganz Beson­de­res", so die Vize­di­rek­to­rin des Lentos zum Preis.

Der Zeich­ner Kle­mens Brosch und der Bau­haus­meis­ter Her­bert Bay­er, bei­des Künst­ler aus Ober­ös­ter­reich von inter­na­tio­na­lem Rang, sind Haupt-For­schungs­ge­bie­te von Nowak-Thal­ler, sie ver­fass­te ihre Dis­ser­ta­ti­on über Kle­mens Brosch und gestal­te­te 2016 eine gro­ße Retro­spek­ti­ve im Nordico Stadt­mu­se­um und der Lan­des­ga­le­rie Linz (dem heu­ti­gen Fran­cis­co Caro­li­num), die vom Wie­ner Bel­ve­de­re über­nom­men wur­de. 2009 prä­sen­tier­te sie im Lentos die bis­lang inter­na­tio­nal umfas­sends­te Her­bert Bay­er-Aus­stel­lung ​"ahoi her­bert und die moder­ne", die in den USA für gro­ße Auf­merk­sam­keit sorg­te. Für die Muse­en der Stadt Linz hat die 61-Jäh­ri­ge bereits über hun­dert inter­na­tio­nal und natio­nal erfolg­rei­che Aus­stel­lun­gen kura­tiert, orga­ni­siert sowie an ein brei­tes Publi­kum ver­mit­telt, dar­un­ter ​„Oskar Kokosch­ka“ (2008), ​„Hele­ne Fun­ke“ (2007), Wil­de Kind­heit“ (2021), ​„Wolf­gang Gur­litt“ (2020), ​„Raben­müt­ter“ (2016) oder ​„Der Nack­te Mann“ (2012). Sie ist Autorin und Her­aus­ge­be­rin zahl­rei­cher Fach­bei­trä­ge sowie Aus­stel­lungs­ka­ta­lo­gen zu unter­schied­li­chen kunst­his­to­ri­schen The­men der Moder­ne und der zeit­ge­nös­si­schen Kunst. Als Samm­lungs­lei­te­rin des Lentos Kunst­mu­se­um ver­wal­tet sie den Kunst­schatz des Lentos mit rund 1.700 Gemäl­den und Skulpturen.

Den ​„Johan­nes Kep­ler-Preis“, erhält em.o.Univ.-Prof. Roman Sand­gru­ber, Linz, für sein her­aus­ra­gen­des wis­sen­schaft­li­ches Werk. Erst vor kur­zem wur­de die neu­es­te Ent­de­ckung Sand­gru­bers, ein Bün­del von 31 Brie­fen, die Adolf Hit­lers Vater an den Wel­ser Stra­ßen­meis­ter Josef Rad­leg­ger geschrie­ben hat, im Stadt­mu­se­um Nordico im Rah­men der Schau ​„Der jun­ge Hit­ler“ zum ers­ten Mal öffent­lich präsentiert.